Lausitz.online Logo

Nachrichten aus dem Landkreis Elbe-Elster

Strukturwandel in der Lausitz

Mehr Tempo, mehr Wirtschaft, (noch) mehr Mut

Cottbus (CB) | Elbe-Elster (EE) | Görlitz (GR) | Dahme-Spreewald (LDS) | Oberspreewald-Lausitz (OSL) | Spree-Neiße (SPN)
Montag 22. Juni 2026
Oberlausitz
Niederlausitz
4 min
Kategorie:
Wirtschaft

Lausitzrunde überprüft ihre Cluster-Strategie von 2018 – Wirtschaft, Energie, Schiene, Forschung und neue Wertschöpfung im Fokus

Von C.M.Schwab

Fünf Jahre nach Inkrafttreten des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregion und acht Jahre nach Vorlage der Cluster-Strategie der Lausitzrunde hat das kommunale Bündnis in Schwarze Pumpe Bilanz gezogen. Im Suhler Klubhaus ging es nicht um eine feierliche Selbstbestätigung, sondern um eine nüchterne Bestandsaufnahme: Was ist gelungen? Was ist nicht gelungen? Was bleibt? Und was braucht die Lausitz jetzt?

Die Veranstaltung machte deutlich: Der Strukturwandel ist in Bewegung, aber er ist längst nicht entschieden. Forschungseinrichtungen entstehen, Milliarden sind gebunden, große Infrastrukturprojekte laufen an, die LEAG baut ihre GigawattFactory aus, Wasserstoff- und Speicherprojekte nehmen Gestalt an. Gleichzeitig bleiben zentrale Fragen offen: Kommt das Wasserstoffkernnetz wirklich in die Lausitz? Werden neue Gaskraftwerke in Ostdeutschland gebaut? Reicht das Tempo beim Schienenausbau? Gelingt es, Forschung tatsächlich in Industrie, Arbeitsplätze und Wertschöpfung zu übersetzen?

2018 gezündet, jetzt Korrekturen nötig

Christine Herntier, Mandatsträgerin der Lausitzrunde und Sprecherin der brandenburgischen Kommunen, brachte den Anspruch der Veranstaltung auf den Punkt. Die Cluster-Strategie von 2018 habe „gezündet“, müsse aber nach acht Jahren überprüft, geschärft und gegebenenfalls auch korrigiert werden. „Gehört auch ein bisschen Mut dazu, etwas zu verwerfen“, sagte Herntier. Es gehe nicht darum, alte Papiere zu verteidigen, sondern um eine Strategie, mit der Kommunen, Wirtschaft und Wissenschaft weiterarbeiten können.
Besonders deutlich wurde Herntier beim Thema Akzeptanz. Das ständige Wiederholen von Milliardenbeträgen helfe vor Ort nur begrenzt. Für Bürgermeister sei der Druck enorm, wenn Bürger fragten, warum andere Orte große Projekte bekommen hätten und die eigene Kommune nicht. Entscheidend sei deshalb, Strukturwandel konkreter zu erklären: mit sichtbaren Projekten, Arbeitsplätzen, Infrastruktur, Bildung und echter Wertschöpfung.

„Milliarden allein schaffen noch keine Akzeptanz.“
Christine Herntier

Forschung muss dorthin, wo Industrie ist

Für Prof. Michael Beckmann von der TU Dresden ist Schwarze Pumpe ein Schlüsselstandort, weil hier Forschung und Industrie unmittelbar zusammengeführt werden können. Die Lausitz dürfe dabei nicht entlang von Landesgrenzen gedacht werden. „Wir sehen die Lausitz als Ganzes“, sagte Beckmann. Wissenschaftliche Kooperationen mit der BTU Cottbus-Senftenberg, Fraunhofer, der LEAG und weiteren Partnern seien längst Realität.
Besonders hob Beckmann das Projekt CircEcon im Industriepark Schwarze Pumpe hervor. Die Entscheidung, Kompetenzen der Hochschulen Chemnitz, Freiberg, Dresden und Zittau-Görlitz an einem Standort zu bündeln, sei aus seiner Sicht richtig. „Hier können wir Kompetenz bündeln, statt sie tröpfchenweise über Standorte zu verteilen.“
Im Zentrum steht für ihn die Kreislaufwirtschaft. Deutschland, Sachsen und die Lausitz seien nicht mit Rohstoffen gesegnet. Umso wichtiger sei es, Wertstoffe aus Produkten zurückzugewinnen, statt sie wegzuwerfen oder wieder ins Ausland zu exportieren. CircEcon könne helfen, Entwicklungen aus Labor und Pilotmaßstab gemeinsam mit Industriepartnern in den Demonstrationsmaßstab zu bringen und damit Ansiedlungen, Start-ups und Ausgründungen zu fördern.

LEAG: Die GigawattFactory wird Realität

Adi Rösch, CEO der LEAG, trat mit einer klaren Botschaft auf: Die LEAG versteht sich nicht als passiver Betroffener des Strukturwandels, sondern als aktiver Gestalter.
Die frühere Vision der GigawattFactory sei inzwischen an vielen Stellen Realität. In Jänschwalde, Boxberg und Schwarze Pumpe entstünden Projekte, Baustellen und neue Investitionen. Besonders stark setzt die LEAG auf Batteriespeicher. Nach der ersten Großbatterie in Schwarze Pumpe mit 50 Megawatt seien nun Projekte mit deutlich größeren Dimensionen in Arbeit.
Rösch machte deutlich, dass Batteriespeicher für Energiewende, Netzstabilität und die industrielle Weiterentwicklung der Kraftwerksstandorte eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig warnte er davor, die Arbeitsplatzwirkung neuer Technologien zu überschätzen.

„Die Milliarden sind vollkommen egal, wenn wir sie nicht in Industrie und Arbeitsplätze bekommen.“
Adi Rösch

Deshalb reiche es nicht, neue Energieprojekte zu bauen. Die Lausitz brauche neue Industrieansiedlungen. Straßen, Radwege und Infrastruktur seien wichtig, ersetzten aber keine industrielle Wertschöpfung. Unternehmen müssten sich bewusst für die Lausitz entscheiden, weil sie hier Fachkräfte, Energie, Flächen und gute Rahmenbedingungen vorfinden.
Rösch forderte mehr Geschwindigkeit und Mut. „Wir müssen hungrig sein, wenn wir Industrieansiedlungen gewinnen wollen.“ Auch die LEAG selbst müsse schneller, flexibler und marktorientierter werden.

Wasserstoff, Wärmepumpen und das Referenzkraftwerk Lausitz

Prof. Mario Ragwitz vom Fraunhofer IEG ordnete die Lausitzer Projekte in die langfristige Entwicklung des Energiesystems ein. Bis 2045 werde das Energiesystem stark von erneuerbaren Energien geprägt sein. Gleichzeitig werde es nicht nur um Strom gehen. „Wir werden beides brauchen: Strom und Wasserstoff.“ Wasserstoff werde insbesondere für Grundstoffindustrie, Hochtemperaturprozesse, synthetische Kraftstoffe und die sichere Stromversorgung benötigt. Batteriespeicher, Wärmepumpen, Geothermie und intelligente Netze würden dabei eine wichtige Rolle spielen.
Ein zentrales Projekt bleibt das Referenzkraftwerk Lausitz. Trotz notwendiger Anpassungen sieht Ragwitz darin weiterhin ein starkes Beispiel für Innovation. In der Lausitz könne das erste Wasserstoff-Rückverstromungskraftwerk in Deutschland und Europa entstehen.

Neue Technologien und Energieoptionen

Prof. Antonio Hurtado von der TU Dresden warb für Technologieoffenheit in der Energiepolitik. Die Lausitz müsse auch über neue kerntechnische Konzepte wie Small Modular Reactors diskutieren dürfen. Diese könnten perspektivisch Strom und hochwertige Prozesswärme für industrielle Anwendungen bereitstellen. „Ergänzend heißt nicht stattdessen“, betonte Hurtado. Erneuerbare Energien müssten weiter ausgebaut werden, zugleich müsse die Diskussion technologieoffen und tabufrei geführt werden.

Schiene als Rückgrat der Wirtschaftsentwicklung

Jens Krause von der IHK Cottbus bezeichnete den Schienenausbau als Schlüssel für die wirtschaftliche Entwicklung der Lausitz. Rund drei Milliarden Euro Strukturwandelmittel fließen allein in Brandenburg in entsprechende Projekte. Sorge bereitet ihm jedoch die Finanzierung auf sächsischer Seite. Dort stehe beim Ausbau der Strecke Cottbus–Görlitz offenbar sogar ein eingleisiger Ausbau zur Diskussion. „Für den zweigleisigen Ausbau Richtung Görlitz müssen wir gemeinsam kämpfen.“ Auch für den Güterverkehr sieht Krause große Potenziale. Allein im Industriepark Schwarze Pumpe gebe es täglich rund 2700 Lkw-Bewegungen.

Forschung muss in Wertschöpfung münden

Prof. Jan Schnellenbach von der BTU Cottbus-Senftenberg zog eine differenzierte Zwischenbilanz des Strukturwandels. In nahezu allen Clustern seien Fortschritte sichtbar. Gleichzeitig warnte er vor einer wachsenden Lücke zwischen Forschung und wirtschaftlicher Anwendung. „Zwischen Forschungsinvestitionen und unternehmerischer Anwendung klafft noch eine große Lücke.“ Es sei keineswegs selbstverständlich, dass Patente, Ausgründungen und Wertschöpfung auch in der Lausitz blieben. Die Region müsse Forschung, Mittelstand und Industrie deutlich enger verzahnen. Als zentrale Herausforderungen nannte Schnellenbach Fachkräftesicherung, Bürokratieabbau und die konsequente Nutzung der Chancen des Net Zero Valley.

Wirtschaftliche Tragfähigkeit entscheidet

In der Podiumsdiskussion lenkte Thomas Knott von der Mittelstandsinitiative Brandenburg den Blick auf einen Punkt, der sich wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung zog: die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Strukturwandels. Forschung, Infrastruktur und öffentliche Investitionen seien wichtige Voraussetzungen. Entscheidend werde jedoch sein, ob daraus dauerhaft Unternehmen, Wertschöpfung und Arbeitsplätze entstehen. Knott warnte davor, den Erfolg des Strukturwandels allein an Fördersummen oder Projektzahlen zu messen. Für die Unternehmen in der Region zähle am Ende, ob Investitionen wirtschaftlich tragfähig seien und ob neue Geschäftsmodelle entstehen.

„Der Strukturwandel wird nicht allein durch Förderprogramme gewonnen, sondern durch Unternehmer, die bereit sind zu investieren.“
Thomas Knott

Der gemeinsame Nenner: Tempo, Wirtschaft, Ehrlichkeit

So unterschiedlich die Beiträge waren, sie liefen an mehreren Punkten zusammen: Die Lausitz hat reale Fortschritte erzielt. Gleichzeitig reicht das Tempo vielerorts noch nicht aus. Strukturwandel wird nur gelingen, wenn aus Projekten dauerhafte Wertschöpfung entsteht. Ohne Fachkräfte, Industrieansiedlungen, Energieinfrastruktur, Schiene und Forschungstransfer bleiben Milliarden abstrakt. Die Veranstaltung zeigte auch, dass die Lausitzrunde ihre Rolle weiter als kommunaler Impulsgeber versteht. Es geht längst nicht mehr nur um den Ausstieg aus der Kohle. Es geht um die Frage, ob die Lausitz eine Industrieregion bleibt – mit neuer Energie, neuen Technologien und neuer Wertschöpfung.
Zum Schluss zitierte Christine Herntier Heinrich Heine: „Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt.“ Für die Lausitz heißt das: Strukturmittel sind eine historische Chance. Nachhaltig wirken sie jedoch nur dann, wenn daraus Können, Arbeit, Unternehmen, Infrastruktur und Vertrauen entstehen.

www.lausitzrunde.de

Podiumsrunde, Adi Rösch am Mikrofon
Podiumsrunde, Adi Rösch am Mikrofon
Fotos: Tudyka.PR
Prof. Schnellenbach
Prof. Schnellenbach
Prof. Beckmann
Prof. Beckmann
PodiumsrundePodiumsrunde
PodiumsrundePodiumsrunde
vlnr.: Herr Balko und Herr Knott
vlnr.: Herr Balko und Herr Knott
Herr Balko, Frau Herntier
Herr Balko, Frau Herntier

Ähnliche Beiträge

Vertreter der Partnerregionen aus dem Märkischen Kreis, dem Powiat Raciborski, dem Landkreis Elbe-Elster und dem Waterford County and City Council kamen im Rahmen des Jubiläumswochenendes in der historischen Warnamtsgedenkstätte Meinerzhagen zusammen. Der gemeinsame Besuch bot Gelegenheit zum fachlichen Austausch über Krisenvorsorge und innere Sicherheit.

Politik & Kommunales

Neu
Top
Tipp

Elbe-Elster feiert Partnerschaften

Für den Landkreis Elbe-Elster stand von Donnerstag, 12.06.2025 , bis Samstag, 14.06.2025 , ein wichtiges Zeichen der internationalen Zusammenarbeit im Mittelpunkt: Eine Delegation aus dem Kreis nahm in Lüdenscheid am 25-jährigen Partnerschaftsjubiläum zwischen dem Powiat Raciborski in Polen und dem Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen teil. Elbe-Elster wurde durch Landrat Marcel Schmidt, den Leiter des Büros Landrat, Steffen Voigt, und die Partnerschaftsbeauftragte Zuzanna Szreder vertreten. Für Marcel Schmidt war es die erste offizielle Begegnung mit den Partnerlandkreisen seit seinem Amtsantritt Ende April. In seinem Grußwort würdigte Schmidt die langjährigen Beziehungen als Beispiel europäischer Verständigung. Er betonte, dass gerade in gesellschaftlich und politisch anspruchsvollen Zeiten belastbare Partnerschaften und persönliche Freundschaften besonders wichtig seien. Programm mit Austausch und Einblicken Zum Auftakt besuchten die Delegationen am Donnerstag, 12.06.2025 , das Kunststoff-Institut Lüdenscheid. Nach der Begrüßung durch Landrat Ralf Schwarzkopf erhielten die Gäste aus Ratibor, dem Waterford County and City...
2 min
Mit der Küchenmagd auf kulinarischer Zeitreise durchs Schloss

Kultur

Neu
Top
Tipp

Familiensonntag im Schloss Doberlug

Im Museum Schloss Doberlug steht am Sonntag, 12.07., 14:30 Uhr der nächste Familiensonntag auf dem Programm. Kinder und Familien können dabei die Welt der barocken Schlossküche entdecken und selbst aktiv werden. Die Veranstaltung richtet sich an Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren, die gemeinsam mit Eltern oder Großeltern das Schloss erkunden. Eine Küchenmagd führt die Besucher vom Schlosshof durch verborgene Winkel bis zur festlich gedeckten Tafel. Einblick in den Alltag am Hof Im Mittelpunkt steht die Frage, wie am Hof der Herzöge von Sachsen-Merseburg gekocht, serviert und gespeist wurde. Die Führung zeigt anschaulich, welche Aufgaben die Bediensteten hatten und wie aufwendig die Zubereitung und das Servieren der Speisen damals waren. Dabei erfahren die Besucher auch, welche Rolle Aufschneider, Mundschenk, Zuckerbäcker und Schokoladenmädchen in einer herrschaftlichen Küche spielten. Schokolade nach historischem Vorbild Nach dem Rundgang folgt ein praktischer Teil: Inspiriert von der Vorliebe des Adels für das frühere Luxusgetränk bereiten die Kinder eine Schokolade à la Herzogin Christiana selbst zu. Die Schokolade wird...
2 min

Wirtschaft

Neu
Top
Tipp

Handwerk trifft Zukunft

Die Handwerkskammer Cottbus ist am Freitag, 27.06.2026, 10:00 bis 18:00 Uhr bei der Innovationsmeile an der Technischen Hochschule Wildau vertreten. Für Besucher aus Süd-Brandenburg und der Lausitz bietet der Aktionstag die Möglichkeit, moderne Technik im Handwerk kennenzulernen und sich zu Ausbildung, Berufseinstieg und Unternehmensfragen beraten zu lassen. Die Handwerkskammer ist nach eigenen Angaben Partner des praxisorientierten Aktionstags rund um Wissenschaft und Technik. Eingeladen wurde sie von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme Spreewald mbH in Kooperation mit der Technischen Hochschule Wildau. Technik zum Anfassen am Stand der HWK Am Stand können Besucher Schweißsimulationen und Virtual-Reality-Brillen ausprobieren. Ziel ist es, Handwerk erlebbar zu machen und neue Arbeitswelten praktisch zu zeigen. Der Schweißsimulator bildet drei Verfahren ab: Wolfram-Inertgasschweißen (WIG) Metallaktivgasschweißen (MAG) Lichtbogenhandschweißen (E) Schweißergebnis, Nahtqualität und Geräusche werden dabei in Echtzeit sichtbar und hörbar. Ergänzt wird das Angebot durch ein Glücksrad, kleine Überraschungen und persönliche...
2 min
Im Sänger- und Kaufmannsmuseum Finsterwalde überreichte die Leiterin des Kulturamtes des Landkreises Elbe-Elster, Steffi Marschner (rechts), den Kunstpreis für den verstorbenen Joachim „Achim“ Walter an dessen Schwester Annelore König (Mitte). Mit dabei war auch Walters Nichte Sybille König (links).

Kultur

Neu
Top
Tipp

Kunstpreis würdigte Lebenswerk von Joachim Walter

Finsterwalde hat an einen prägenden Kulturmenschen der Region erinnert: Der Landkreis Elbe-Elster hat den Kunstpreis für Joachim „Achim“ Walter nachträglich an seine Familie übergeben. Die Übergabe fand am Dienstag, 27.05.2026 im Sänger- und Kaufmannsmuseum Finsterwalde statt. Die Auszeichnung war ursprünglich für die Kulturjahreseröffnung im Februar 2026 vorgesehen. Weil Joachim Walter kurz zuvor verstorben war, konnte der Preis nicht mehr persönlich überreicht werden. Auf Wunsch der Angehörigen erfolgte die Übergabe nun im kleinen, vertrauten Kreis. Würdigung für ein Lebenswerk Steffi Marschner, Leiterin des Kulturamtes des Landkreises Elbe-Elster, übergab den Kunstpreis an Walters Schwester Annelore König . Ebenfalls anwesend war seine Nichte Sybille König . Mit der Auszeichnung würdigte der Landkreis das Lebenswerk eines langjährigen Chorleiters, Musikers und Kulturförderers. Nach Angaben des Landkreises hat Joachim Walter mit seinem jahrzehntelangen Einsatz die kulturelle Identität in Elbe-Elster nachhaltig geprägt. Eng mit dem Museum verbunden Der Ort der Übergabe war bewusst gewählt. Joachim Walter war dem Sänger- und...
2 min
Kinder erleben beim Instrumentenkarussell der Kreismusik- und Kunstschule Gebrüder Graun Musik mit allen Sinnen: Auf spielerische Weise entdecken sie verschiedene Instrumente und finden heraus, welches am besten zu ihnen passt. Das Foto zeigt junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer fantasievollen musikalischen „Karussellfahrt“.

Bildung & Wissenschaft

Neu
Top
Tipp

Instrumente entdecken und Talente entfalten

In Elsterwerda und Bad Liebenwerda startet mit Beginn des neuen Schuljahres ein neuer Durchgang des Instrumentenkarussells der Kreismusik- und Kunstschule Gebrüder Graun des Landkreises Elbe-Elster. Das Angebot richtet sich an Kinder, die im September 2026 eingeschult werden oder dann ihr letztes Vorschuljahr beginnen. Beim sogenannten IKARUS lernen die Kinder über ein Schulhalbjahr verschiedene Instrumente kennen. Alle drei Wochen wird das Instrument gewechselt. So sammeln sie erste praktische Erfahrungen und probieren sich ohne Leistungsdruck aus. Musik spielerisch entdecken Ziel des Angebots ist es, Kindern die Welt der Musik näherzubringen und ihnen die Entscheidung für ein späteres Lieblingsinstrument zu erleichtern. Im Vordergrund stehen Neugier, Freude am Musizieren und das gemeinsame Erleben. Unterricht ab September Der Unterricht beginnt im September und findet in Elsterwerda und Bad Liebenwerda an verschiedenen Wochentagen jeweils von 17:00 bis 17:45 Uhr statt. Eltern können ihre Kinder ab sofort anmelden. Die Anmeldung ist per E-Mail an musikschule.eda@lkee.de oder telefonisch unter 03533 6208541 möglich.
2 min
Sophie Kühn (l.) und Marek Radlach überreichten einen Scheck über 1.500 Euro an die Vorsitzende des Fördervereins, Ines Lehmann.

Kultur

Neu
Top
Tipp

Sommerparty bietet Bühne für junge Talente

In Finsterwalde hat die Sommerparty der Kreismusik- und Kunstschule Gebrüder Graun jungen Musikern eine große Bühne geboten. Zugleich erhielt der Förderverein 1.500,00 € für die Bandarbeit an der Musikschule. Der Hof der Kulturweberei wurde am Vorabend des Internationalen Chorfestivals für mehr als vier Stunden zum Treffpunkt für Familien, Freunde und Gäste. Schülerinnen und Schüler präsentierten dort ein abwechslungsreiches Programm aus verschiedenen musikalischen Bereichen. Nachwuchs zeigt musikalische Vielfalt Den Auftakt gestalteten die Fiddle Kids unter der Leitung von Musikschulpädagogin Paola Erazo Nusche. Danach stand die jüngste Band der Musikschule, High Five , auf der Bühne. Ein Schwerpunkt war die Offene Bühne . Dort zeigten Albertine, Charlotte, Chayenne, Malia, Johanna, Anja, Frida, Noah, Vivian, Anni, Krystyna, Lena, Zoe und Emilia ihr Können. Begleitet wurden sie von Lehrkräften der Kreismusik- und Kunstschule in der Offene Bühne Band. Auch der Fachbereich Kunst war vertreten. An einem Kreativstand unter Anleitung von Evelyn und Sarah Waldmann konnten junge Gäste selbst gestalterisch aktiv werden. Spende für...
2 min

Gesundheit

Neu
Top
Tipp

Infoveranstaltung zu Giftpflanzen

In Herzberg bietet die Regionalstelle für Bildung im Agrarbereich an der Kreisvolkshochschule eine Informationsveranstaltung zu Giftpflanzen und Unkräutern auf Grünlandstandorten an. Das Angebot richtet sich an landwirtschaftliche Betriebe in der Region sowie an Nebenerwerbslandwirte, Pferdehalter und Rinderhalter. Hintergrund sind zunehmende Risiken auf heimischen Grünlandflächen. Nach Angaben der Veranstalter breiten sich Arten wie Jakobskreuzkraut , Bärenklau und Ambrosia auf regionalen Flächen aus. Das kann die Qualität von Grünlandbeständen beeinträchtigen, wertvolle Futterpflanzen verdrängen und wirtschaftliche Schäden verursachen. Risiken für Tiere, Menschen und Betriebe Die hohe Giftigkeit einzelner Pflanzen kann zu gesundheitlichen Schäden bei Weidetieren führen. Zudem bergen manche Arten auch Risiken für den Menschen. Für Betriebe entstehen Verluste unter anderem durch die Entwertung von Heu und Silagen oder durch Tierverluste. Besonders problematisch ist laut Ankündigung die Bestandsdynamik des Jakobskreuzkrauts. Die Pflanze reichert sich zunehmend in Grünlandbeständen und an Wiesenrändern an. Deshalb kommt es nach...
2 min
Am Samstag, dem 4. Juli 2026, findet im Landkreis Elbe-Elster bereits zum vierten Mal der Tag der Kindergesundheit statt. Veranstaltungsort ist das Gelände des ehemaligen Schwimmbades in Kirchhain.

Gesundheit

Neu
Top
Tipp

Tag der Kindergesundheit geht in die 4. Runde

In Kirchhain findet am Samstag, 04.07.2026 , zum vierten Mal der Tag der Kindergesundheit statt. Auf dem Gelände des ehemaligen Schwimmbades richtet sich das Angebot an Familien mit Kindern von 0 bis 3 Jahren sowie an werdende Eltern aus dem Landkreis Elbe-Elster. Organisiert wird die Veranstaltung gemeinsam vom Landkreis Elbe-Elster , dem DRK Lausitz und dem ALIVE Festival . Zahlreiche Einrichtungen, Vereine und Initiativen aus dem Landkreis stellen ihre Angebote rund um Gesundheit, Entwicklung, Beratung und Unterstützung für Familien mit kleinen Kindern vor. Informationen und Austausch für junge Familien Besucher können mit Fachkräften ins Gespräch kommen, Informationen einholen und regionale Unterstützungsangebote kennenlernen. Damit soll der Tag auch ein Treffpunkt für Familien aus der Region sein. Flohmarkt ergänzt das Programm Ergänzt wird die Veranstaltung durch einen Kindersachen-Flohmarkt . Er bietet Gelegenheit zum Stöbern, Tauschen und Austausch. Für Rückfragen steht Bettina Müller , Koordination Frühe Hilfen im Landkreis Elbe-Elster, unter 03535 46-3554 zur Verfügung.
2 min
Marcel Schmidt beim Brotkauf, Daniela und Stefan Dorn in Ihrem neuen Pop-Up Store „Dorns Korner“

lokales

Neu
Top
Tipp

Brücken bauen, wenn alte Wege wegbrechen

Wahrenbrück/Winkel. Wegen der gesperrten Brücke in Wahrenbrück reagiert die Bäckerei Dorn mit einem neuen Verkaufsort in Winkel. Der temporäre Laden „Dorns Korner“ öffnet seit Dienstag, 16.06.2026 direkt an der B101 und soll die längeren Wege für Kunden abfedern. Für den Traditionsbetrieb ist die Sperrung ein spürbarer Einschnitt. Nach Angaben aus dem Unternehmen bleiben die Regale zwar gefüllt, doch der Verkehrsfluss ist unterbrochen. Das betrifft sowohl Stammkunden aus der Region als auch Durchreisende, die bislang gezielt in Wahrenbrück anhielten. Pop-up-Store als schnelle Reaktion Stefan und Daniela Dorn haben den zusätzlichen Standort nach eigenen Angaben in kurzer Zeit aufgebaut. Mit dem Pop-up-Store verlagert die Bäckerei einen Teil ihres Angebots an eine stark frequentierte Strecke. Der neue Laden liegt im benachbarten Winkel an der B101. Die Bäckerei Dorn besteht seit 1883 und ist Mitglied der ersten Stunde im Regionalsiegel-Netzwerk des Landkreises Elbe-Elster. Im Betrieb arbeitet auch Bäckermeister Paul mit. In den vergangenen Jahren erhielt das Unternehmen laut Vorlage mehrere Preise auf Landesebene. Unterstützung aus...
2 min
Sprengung von Flakgranaten in EE

Gesellschaft

Neu
Top
Tipp

Sprengung von Flak-Granaten in EE

Bei Finsterwalde/Schacksdorf im Landkreis Elbe-Elster sind am Freitag, 19.06.2026 drei Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert gesprengt worden. Nach Angaben aus dem Einsatz handelte es sich um drei Flak-Granaten des Typs 297 . Für die Sicherheit der Anwohner und Einsatzkräfte wurden vorab Sperrbereiche eingerichtet. Die Maßnahmen verliefen planmäßig und ohne besondere Vorkommnisse. Sichere Beseitigung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Die Entschärfung und anschließende Sprengung übernahm Enrico Schnick vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg. Die aufgefundenen Kampfmittel konnten damit fachgerecht beseitigt werden. Die von ihnen ausgehende Gefahr ist nach dem Einsatz dauerhaft beseitigt.
1 min
Reger Austausch zur Evaluierung der Cluster-Strategie von 2018

Strukturwandel

Neu
Top
Tipp

Lausitzrunde stellt Clusterstrategie auf den Prüfstand

Die Lausitzrunde hat sich am gestrigen 18. Juni von 16.00 bis 19.00 Uhr bei einem gemeinsamen Austausch intensiv mit dem Stand der regionalen Clusterstrategie und den Herausforderungen des Strukturwandels beschäftigt. Erstmals waren dabei neben Vertretern der Kommunen, Wissenschaft und Politik auch Akteure der mittelständischen Wirtschaft in größerem Umfang eingebunden. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Lausitz ihre wirtschaftliche Entwicklung langfristig sichern und den Übergang nach dem Kohleausstieg erfolgreich gestalten kann. Zu Beginn erinnerten die Vorsitzende der Lausitzrunde, Christine Herntier (Bürgermeisterin der Stadt Spremberg) , und Geschäftsführer Hendryk Balko (Sprecher der Oberlausitzer Kommunen) an den politischen Beschluss zum Kohleausstieg sowie die daraus entstandene Clusterstrategie. Die Kommunen der Lausitz hätten diesen Prozess von Anfang an begleitet und als regionale Partner unterstützt. Forschung, Innovation und neue Märkte Prof. Dr. Michael Beckmann der TU Dresden verwies auf die langjährige Forschungsstärke der Lausitz. Insbesondere im Bereich Carbon Capture and Storage (CCS) sei die Region einst...
4 min

Kultur

Neu
Top
Tipp

Zum Greifen nah. 99 Zukunftsobjekte aus der Lausitz

Potsdam/Lausitz. Die Lausitz ist derzeit auch in Potsdam sichtbar: Kulturministerin Dr. Manja Schüle hat am Montag, 16.06.2026, die Ausstellung „Zum Greifen nah. 99 Zukunftsobjekte aus der Lausitz“ im Kultur- und Wissenschaftsministerium eröffnet. Zu sehen sind Fotografien von Absolventen und Studierenden der Ostkreuzschule für Fotografie, die den Strukturwandel in der Region aus Sicht ihrer Menschen zeigen. Entstanden ist die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Elf Fotografen sind der Frage nachgegangen, woran Menschen zwischen Spreewald und Zittau die Zukunft ihres Lebensraumes festmachen. Dafür erzählen 99 Lausitzer anhand selbst gewählter Objekte von ihren Hoffnungen, Erfahrungen und Perspektiven. Objekte und Menschen aus der Region Die Ausstellung zeigt unter anderem einen Kachelofen, eine Bushaltestelle, ein Windrad auf einem Stück Braunkohle, eine Murmel und ein Flugzeug-Modell. Dazu kommen Porträts und Geschichten von Menschen aus der Lausitz, darunter Flößer, Gärtnerinnen, Wissenschaftler, Kinder und Sucher. „Die aktuelle Ausstellung...
2 min