Redaktion | Stadt Bautzen
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Tschechischer Botschafter in Bautzener Schule
Tschechisch ist am Sorbischen Schulzentrum am gefragtesten.
Im Sorbischen Schulzentrum in Budyšin/Bautzen stand gestern die Zusammenarbeit mit Tschechien im Mittelpunkt. Zu Gast war der Botschafter der Tschechischen Republik in Deutschland, Jiří Čistecký. Dabei wurde deutlich: Tschechisch ist am Sorbischen Gymnasium die beliebteste der drei angebotenen Fremdsprachen.
Der Botschafter folgte einer Einladung des sächsischen Landtagsabgeordneten Marko Schiemann. Ebenfalls dabei waren der Domowina-Vorsitzende Dawid Statnik und die Hauptgeschäftsführerin der Domowina, Judit Šołćina.
Begrüßt wurden die Gäste von René Jatzwauk, Leiter des Sorbischen Gymnasiums, im Namen aller drei Schulen des Schulzentrums. Anwesend waren außerdem seine Stellvertreterin Nicole Stenzel sowie Andrea Rätze, Leiterin der Sorbischen Grundschule.
Tschechischunterricht und Austausch
Jatzwauk stellte die Vermittlung der tschechischen Sprache und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Partnern in Tschechien vor. Die Gymnasiallehrerin Jana Stillerová erläuterte das Fremdsprachenangebot der Schule. Neben Tschechisch werden dort auch Russisch und Französisch angeboten.
Nach Angaben der Schule bestehen enge Kontakte nach Tschechien, unter anderem durch gemeinsame Projekte, Schüleraustausch und Skilager.
Angebot schon für Grundschüler
Der Schulassistent der Grundschule, Gregor Illguth, stellte das Ganztagsangebot „hezky česky“ vor, das seit 2022 läuft. Die Kinder lernen dabei nicht nur die Sprache, sondern auch Kultur und Land kennen. Ergänzt wird das wöchentliche Angebot durch mehrere Austauschbegegnungen mit tschechischen Schulen im Schuljahr.
Gespräch mit Schülern
Botschafter Jiří Čistecký würdigte die tschechisch-sorbisch-sächsischen Kontakte. Im Anschluss sprach er mit Schülern über seinen Berufsalltag, seine Aufgaben und seinen Werdegang.
„Es ist großartig, wie sich die Schulen für die tschechisch-sorbischen Beziehungen einsetzen. Uns Sorben verbindet mit Tschechien nicht nur die Sprache, sondern auch eine lange gemeinsame Geschichte und gegenseitige Unterstützung“, sagte Dawid Statnik.
Musikalisch begleitet wurde der Besuch von Schülerinnen des Sorbischen Gymnasiums mit einem Dudelsackkonzert und Tanzdarbietungen.
Foto: Domowina/Božena Šimanec, von links
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