L.o Redaktion | Stadt Görlitz
Nachrichten aus dem Landkreis Görlitz
Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu in Berlin
Gespräche zu Schiene, Neiße-Brücke und weiteren Projekten
Görlitz hat bei mehreren Gesprächen in Berlin zentrale Themen für die Europastadt und die Region platziert. Oberbürgermeister Octavian Ursu sprach am Dienstag, 07.07.2026, im Bundestag, in der Botschaft der Republik Polen und mit einem Kampagnenverantwortlichen über Verkehr, grenzüberschreitende Projekte und Bildungsarbeit.
8.000.000,00 € für Planungen der Bahnstrecke
Zum Auftakt traf Ursu Mitglieder des interfraktionellen Parlamentskreises „Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Görlitz–Dresden“ des Deutschen Bundestages sowie Regina Kraushaar, Sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung. Thema war die für Görlitz, Zgorzelec und die Region wichtige Elektrifizierung der Bahnstrecke Görlitz–Dresden.
Der Parlamentskreis wurde gegründet, um das Vorhaben parteiübergreifend auf Bundesebene voranzubringen und politische Voraussetzungen für die Umsetzung zu schaffen. In dem Gespräch wurde die Entscheidung des Freistaates Sachsen begrüßt, 8.000.000,00 € aus dem Sondervermögen des Bundes bereitzustellen. Das Geld soll die Planungen für den Streckenabschnitt zwischen Demitz-Thumitz und Görlitz voranbringen.
Austausch in der polnischen Botschaft
Außerdem war der Oberbürgermeister erneut in der polnischen Botschaft zu Gast. Mit Jakub Wawrzyniak, stellvertretender Botschafter der Republik Polen in Berlin, sprach er über aktuelle Projekte der Europastadt Görlitz/Zgorzelec.
Im Mittelpunkt standen die grenzübergreifende Fernwärmeversorgung „United Heat“ und das grenzübergreifende Grundwassermanagement im Projekt „CrossWater“. Weitere Themen waren die Weiterentwicklung des grenzüberschreitenden öffentlichen Personennahverkehrs sowie das gemeinsame Vorgehen für eine weitere Brücke für den Autoverkehr über die Neiße.
Gespräch über Kampagne gegen Antisemitismus
In Berlin sprach Ursu zudem mit Carsten Ovens, Geschäftsführer von Elnet-Deutschland, über die Kampagne „Fragemauer“. Die bundesweite Bildungs- und Dialogkampagne informiert nach Angaben der Stadt auf niedrigschwellige und humorvolle Weise über jüdisches Leben und Israel. Sie soll Gespräche anregen, Vorurteile abbauen und Wissen als Mittel gegen Antisemitismus stärken.
Die Kampagne ist Teil des Themenjahres „Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“. Sie ist in ganz Sachsen an vielen öffentlichen Orten zu sehen und wird von Partnern aus Kultur, Sport, Wirtschaft und Gesellschaft unterstützt.
„Alle Gespräche in Berlin heute waren sehr offen und konstruktiv. Es ist mir wichtig, die Bedeutung der Verkehrsanbindung der Europastadt und unsere gemeinsamen Projekte auf allen Ebenen bekannt zu machen und um Unterstützung für den Ausbau der Verkehrsadern sowie die Weiterentwicklung unserer Projekte zu werben“, sagte Oberbürgermeister Octavian Ursu.
Fotos: Stadtverwaltung Görlitz
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