UNESCO-Konferenz in der Lausitz
15. und 16.04.2026 • Strukturwandel und Erbe
Lausitz wird im Frühjahr 2026 zum Ort einer bundesweiten UNESCO-Veranstaltung: Anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Deutschen UNESCO-Kommission richtet die Region am Mittwoch, 15.04.2026, und Donnerstag, 16.04.2026, eine von drei Regionalkonferenzen aus. Nach Angaben der Veranstalter ist die Lausitz dabei der einzige Austragungsort in Ostdeutschland.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle UNESCO-Stätten und Immaterielles Kulturerbe in Transformationsprozessen spielen. Für die Lausitz ist das vor allem mit Blick auf den Strukturwandel nach dem Ausstieg aus der Braunkohle von Bedeutung.
Lausitz als Modellraum für den WandelDie Deutsche UNESCO-Kommission würdigt die Lausitz als Modellraum für einen innovativen, kultur- und wissensbasierten Strukturwandel. Die Konferenz soll zeigen, wie die Region ihr Erbe nutzt, um Zukunft zu entwickeln. Eingebettet ist das Thema in die Imagekampagne „Die Lausitz. Krasse Gegend.“.
Am Beispiel der Lausitzer UNESCO-Stätten soll deutlich werden, dass Strukturwandel hier als Weiterentwicklung auf Grundlage von Wissen, Erfahrung und regionaler Zusammenarbeit verstanden wird.
Festveranstaltung, Workshops und ExkursionenGeplant sind neben einer Festveranstaltung auch Workshops und Exkursionen zu UNESCO-Stätten, die im Projekt „Erbe der Lausitz“ mitwirken. Das Programm soll praxisnahe Einblicke in konkrete Vorhaben geben und zeigen, wie Transformation vor Ort umgesetzt wird.
Zugleich soll die Regionalkonferenz die Vernetzung von Akteuren aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Praxis stärken. Nach Darstellung im Ausgangstext positioniert sich die Lausitz damit bundesweit und international als Region im Wandel.
Hintergrund: Projekt „Erbe der Lausitz“„Das Projekt ‚Erbe der Lausitz‘ steht beispielhaft dafür, wie UNESCO-Stätten und Immaterielles Kulturerbe im Zusammenspiel Zukunft gestalten können“, sagt Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission. „Hier zeigt sich, welches Potenzial unser gemeinsames Erbe für gesellschaftlichen Zusammenhalt und nachhaltigen Strukturwandel entfalten kann. Mit der Regionalkonferenz in der Lausitz setzen wir als Deutsche UNESCO-Kommission zu Beginn unseres Jubiläumsjahres einen bewussten inhaltlichen Schwerpunkt.“
Die Lausitz befindet sich mit dem Ausstieg aus der Braunkohle in einem umfassenden Strukturwandel. Das Projekt „Erbe der Lausitz (UNESCO 5)“ setzt dabei auf einen Ansatz, der Erbe nicht nur bewahren, sondern auch als Ressource für künftige Entwicklungen nutzen will.
Koordiniert aus dem UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald wird das Verbundprojekt seit 2023 umgesetzt. Es zählt laut Vorlage zu den ersten nichtinvestiven Strukturwandelprojekten, die gezielt Kultur, Umwelt, Bildung und regionale Zusammenarbeit miteinander verknüpfen.
Im Zentrum steht ein Netzwerkansatz: Lausitzer UNESCO-Stätten und immaterielle Kulturerben werden nicht einzeln betrachtet, sondern gemeinsam mit Partnern aus Bildung, Tourismus, Kultur und Verwaltung weiterentwickelt.
Bisher genannte Ergebnisse- Bildungsformate für Schulen, Hochschulen und Lernorte
- Vermittlungsansätze mit digitalen Anwendungen und partizipativen Formaten
- Weiterentwicklung bestehender Veranstaltungsformate mit überregionaler Bedeutung
- Stärkere Vernetzung der UNESCO-Stätten untereinander und mit regionalen Partnern
- Strategische Kommunikation mit erzählerischen Ansätzen für die Lausitz als Region im Wandel
- Mehr Sichtbarkeit auf Landes-, Bundes- und internationaler Ebene
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