L.o Redaktion | Stadt Lübben
Weimarer Dreieck-Tag in Lübben
Am 14. Oktober treffen sich Politik, Jugend und Kultur.
In Lübben findet am Mittwoch, 14.10.2026, der erste Weimarer Dreieck-Tag des Landes Brandenburg statt. Der Landkreis Dahme-Spreewald bringt dazu gemeinsam mit dem Europaverein Dahme-Spreewald Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend, Kultur und Zivilgesellschaft zusammen.
Auch Schulklassen und die Öffentlichkeit sind eingeladen, Deutschland, Frankreich und Polen durch Sprache, Kultur und persönliche Begegnungen kennenzulernen. Die Schirmherrschaft übernimmt die Präsidentin des Landtages Brandenburg, Prof. Dr. Ulrike Liedtke. Eine Uhrzeit wurde noch nicht genannt.
Landkreis stellt regionale Projekte vor
Landrat Sven Herzberger stellte die Pläne am Samstag, 29.08.2026, beim II. Runden Tisch des Weimarer Dreiecks in Weimar vor. Dort vertrat er die Bereiche Regionen und Kommunen. Nach seiner Einschätzung wird die Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Frankreich und Polen besonders vor Ort konkret, wenn Menschen einander begegnen und Verwaltungen gemeinsame Projekte entwickeln.
Grundlage der internationalen Arbeit des Landkreises ist die Partnerschaft mit dem Powiat Wolsztyński in der polnischen Woiwodschaft Wielkopolskie. Sie bestand 2025 seit 25 Jahren. Die Zusammenarbeit umfasst unter anderem Verwaltung, Feuerwehr, Gesundheit, Sport, Kultur sowie Jugend- und Seniorenarbeit. Gemeinsam mit der südfranzösischen Gemeinde Cabestany entwickelte sich daraus schrittweise ein regionales Weimarer Dreieck.
Zu den bisherigen Vorhaben gehört das Jugendprojekt Forest Yourself. Bei drei Begegnungen kamen junge Menschen aus Deutschland, Frankreich und Polen in der Lieberoser Heide, in Cabestany und in Wroniawy zusammen. Im Mittelpunkt standen Umwelt- und Klimaschutz sowie die Lebensräume der Partnerregionen.
Europareferentin Paulina Kleiner stellte in Weimar außerdem das deutsch-polnisch-französische Mädchenprojekt Girls without Borders vor. Es verbindet Gleichstellung, Jugendbeteiligung und internationale Begegnungen. Als Beispiel europäischer Kulturarbeit wurde zudem die vom Europaverein und dem Landkreis im Schloss Neuhaus veranstaltete Ode an die Freude gewürdigt.
Dauerhaftes Veranstaltungsformat geplant
Der Weimarer Dreieck-Tag in Lübben soll nach den Plänen des Landkreises keine einmalige Veranstaltung bleiben. Vorgesehen ist ein dauerhaftes Format, das bestehende Partnerschaften sichtbar macht und neue Projekte anstößt. Künftig könnten es auch andere Brandenburger Landkreise, Städte und Gemeinden übernehmen.
Am Runden Tisch in Weimar beteiligten sich Vertreter aus Deutschland, Frankreich und Polen. Zum Abschluss unterzeichneten 100 Teilnehmer eine gemeinsame Erklärung zur weiteren Vernetzung der zwölf Arbeitsbereiche des Weimarer Dreiecks und zur dauerhaften Zusammenarbeit zwischen Politik und Zivilgesellschaft.
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