L.o Redaktion | Landkreis OSL
Landrat bei Remondis in Großräschen
Themen waren Recycling, Ausbildung und neue Fachkräfte.
Landrat Alexander Erbert hat am Mittwoch, 19.08.2026, die REMONDIS Brandenburg GmbH in Großräschen besucht. Gemeinsam mit OSL-Wirtschaftsförderer Marcus Ott informierte er sich über die Abfall- und Kreislaufwirtschaft, die Ausbildung am Standort und den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften.
Geschäftsführer Patrick Erler und Personalverantwortliche Andrea Lehmann stellten die Arbeit des Unternehmens sowie aktuelle Herausforderungen vor. Die Niederlassung in Großräschen ist Geschäftssitz und mit rund 200 Mitarbeitern zugleich Hauptstandort der REMONDIS Brandenburg GmbH. Das Unternehmen betreibt insgesamt elf Standorte in Brandenburg und beschäftigt rund 460 Menschen.
Entsorgung für OSL und Elbe-Elster
Als Auftragnehmer des Abfallentsorgungsverbands Schwarze Elster übernimmt das Unternehmen Aufgaben der öffentlich-rechtlichen Abfallentsorgung im Süden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz sowie im gesamten Landkreis Elbe-Elster. Dazu gehören die Leerung von Behältern für Restmüll, Papier und Bioabfall, die Abholung von Sperrmüll und Elektroschrott sowie Transporte für die Wertstoffhöfe.
Im Auftrag der Dualen Systeme sammelt, lagert und verlädt der Betrieb außerdem Leichtverpackungen und Hohlglas im Verbandsgebiet sowie im Altkreis Kamenz. Hinzu kommen Abfälle von Gewerbekunden aus einem Umkreis von etwa 100 Kilometern sowie Anlieferungen von Privatkunden und Kleingewerbe aus der Region.
Am Standort werden die Stoffe sortiert, behandelt und anschließend der stofflichen oder thermischen Verwertung zugeführt. Werkstätten kümmern sich um die Reparatur der rund 75 dort stationierten Transportfahrzeuge sowie um Tausende Behälter und Sammelcontainer.
Abfalltrennung beginnt im Haushalt
Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die möglichst sortenreine Erfassung von Abfällen. Nur getrennte und qualitativ hochwertige Wertstoffströme lassen sich effizient wiederverwerten. Geschäftsführer Patrick Erler verwies deshalb auf die Bedeutung früher Umweltbildung und verständlicher Informationen zur richtigen Abfalltrennung und Abfallvermeidung.
Schulklassen und andere Bildungseinrichtungen können bei Führungen Einblicke in die Abfallentsorgung und Verwertung erhalten. Beim Rundgang über das 7,5 Hektar große Betriebsgelände besichtigten Erbert und Ott unter anderem die Trennung wertvoller Metalle aus Schrott sowie die Sortierung und Lagerung verschiedener Abfallarten.
25 junge Menschen in Ausbildung
REMONDIS bildet in Großräschen unter anderem Berufskraftfahrer, Kfz-Mechatroniker, Industriemechaniker, Fachlageristen, Fachkräfte für Lagerlogistik und Metalltechnik sowie Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen aus. Auch ein duales Studium ist möglich.
Aktuell absolvieren 25 junge Menschen ihre Ausbildung am Standort. Im Jahr 2026 kamen 13 neue Auszubildende hinzu. Das Unternehmen setzt bei der Nachwuchsgewinnung auf Kontakte zu Schulen und zur Industrie- und Handelskammer, Praktika, den Girls' & Boys' Day sowie Ferienarbeit.
Weitere Gesprächsthemen waren die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen und die Integration internationaler Arbeits- und Fachkräfte. Das Unternehmen arbeitet dafür nach eigenen Angaben mit Integrationswerkstätten, dem Jobcenter und weiteren Partnern zusammen.
Erbert und Ott luden REMONDIS zu einer Vernetzungskonferenz am Montag, 09.11.2026, in Großräschen ein. Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, Bildung und Sozialarbeit sollen dort Lösungsansätze für die Integration internationaler Arbeits- und Fachkräfte beraten.
Die Unternehmensbesuche des Landkreises Oberspreewald-Lausitz gibt es seit 2010. Sie dienen dem direkten Austausch zwischen Wirtschaft und Verwaltung. Für 2026 sind Termine in allen elf Städten, Ämtern und Gemeinden des Landkreises vorgesehen.
Foto: LK OSL/Nora Bielitz
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