L.o Redaktion | IHK Cottbus
Wirtschaft aktuell
Brandenburger IHKs werben für EXPO 2035
Drei Kammern fordern Perspektive für die Hauptstadtregion
Die Brandenburger Industrie- und Handelskammern werben nach dem Rückzug der Olympia-Bewerbung für die EXPO 2035 als gemeinsames Zukunftsprojekt für Berlin und Brandenburg. In einer Mitteilung vom 24. September 2026 fordert Jens Warnken, Präsident der IHK Cottbus, stellvertretend für die Kammern ein klares Bekenntnis von Berlin, Brandenburg und dem Bund.
Gemeinsame Perspektive nach Olympia-RückzugDie Kammern verbinden ihren Vorstoß mit der Forderung nach einer neuen gemeinsamen Perspektive für die beiden Länder. Warnken sieht in einer Weltausstellung die Möglichkeit, ein verbindendes Projekt für die Hauptstadtregion zu schaffen. Die EXPO 2035 könne diese Rolle übernehmen.
Aus Sicht der Wirtschaft gehe es dabei um Modernisierung, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in der Metropolregion. Warnken grenzt dieses Anliegen ausdrücklich von Symbolpolitik ab. Die von ihm genannten wirtschaftlichen Wirkungen beschreibt er als Chancen einer Weltausstellung.
Investitionen mit mehr Tempo und zusätzlichen MittelnEine EXPO könne nach Warnkens Einschätzung Investitionen anziehen und Innovationen beschleunigen. Zugleich erwartet er die Möglichkeit, die internationale Sichtbarkeit von Berlin und Brandenburg deutlich zu stärken. Damit begründet der IHK-Präsident den wirtschaftlichen Nutzen, den die Kammern mit dem Vorhaben verbinden.
Investitionen in Infrastruktur, Wohnraum und Fachkräfte seien ohnehin erforderlich, erklärt Warnken. Mit einer EXPO bestehe jedoch die Chance, diese Aufgaben schneller voranzubringen und zusätzliche Mittel in die Region zu holen. Seine Argumentation verknüpft damit den aus seiner Sicht bestehenden Investitionsbedarf mit den Möglichkeiten einer Weltausstellung.
Das geforderte Bekenntnis richtet sich an beide Länder und den Bund. Warnken erklärt, jetzt sei dafür der richtige Zeitpunkt. Der Aufruf steht im Zusammenhang mit dem Rückzug der Olympia-Bewerbung.
Drei Kammern vertreten etwa 160.000 UnternehmenWarnken äußert sich stellvertretend für die Brandenburger IHKs. Ihre Landesarbeitsgemeinschaft ist eine Kooperation der drei Industrie- und Handelskammern im Land Brandenburg. Sie vertritt die Interessen von etwa 160.000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen.
Der Vorstoß der Kammern ist damit ein Appell an Berlin, Brandenburg und den Bund, sich zur EXPO 2035 als gemeinsamer Perspektive für die Hauptstadtregion zu bekennen.
© gmp Architekten / EXPO 2035 Berlin GmbH
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