60 MW Biogasanlage für Beeskow
Projekt im Hufenfeld soll Reststoffe regional verwerten.
In Beeskow ist im Industriegebiet Hufenfeld eine großskalige Biogasanlage geplant. Die FAB Unternehmensgruppe will das Vorhaben gemeinsam mit der HERECON Projekt GmbH und der WABIO Technologie GmbH umsetzen. Vorgesehen ist eine Anlage mit einer Gesamtleistung von rund 60 MW auf einer Fläche von etwa 8 ha.
Nach Angaben der Projektpartner befindet sich das Vorhaben derzeit in einer frühen Entwicklungsphase. Ein Baubeginn ist ab der zweiten Hälfte 2027 vorgesehen. Geplant ist der Standort im Geltungsbereich des Bebauungsplans G10 „Industriegebiet Hufenfeld“ in Beeskow.
Nutzen für die RegionDie Anlage soll organische Reststoffe aus Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie verwerten und daraus klimafreundliche Energie erzeugen. Das erzeugte Biomethan soll in das Biogasnetz der EWE Netz eingespeist werden. Zudem sollen Gärreste als Düngemittel in die Landwirtschaft zurückgeführt werden.
Aus Sicht der Projektpartner stärkt das Vorhaben damit regionale Stoffkreisläufe und die Energieversorgung in der Region. Als Gründe für den Standort nennen sie die verkehrliche Anbindung, verfügbare organische Inputstoffe im regionalen Umfeld und die abgestimmte Einspeisemöglichkeit in das Biogasnetz.
Stadt begleitet das VorhabenDie Stadt Beeskow begleitet das Projekt nach Angaben der Beteiligten aktiv. Bürgermeister Robert Czaplinski und die Wirtschaftsförderung hätten die Entwicklung von Beginn an unterstützt.
Rollen der Projektpartner„Das Projekt zeigt, welches Potenzial der Wirtschaftsstandort Beeskow im Bereich nachhaltiger Energie- und Industrieprojekte besitzt. Gemeinsam mit unserer Wirtschaftsförderung wollen wir gute Rahmenbedingungen für zukunftsorientierte Investitionen schaffen und regionale Wertschöpfung stärken“, sagte Bürgermeister Robert Czaplinski.
HERECON übernimmt nach Unternehmensangaben zentrale Aufgaben in Standortentwicklung, Planung und Strukturierung. WABIO ist als Technologiepartner für den Bereich großskaliger Biogasanlagen eingebunden. Die FAB Unternehmensgruppe verantwortet das Gesamtprojekt und die Umsetzung.
„Mit dem Projekt in Beeskow schaffen wir die Grundlage für eine nachhaltige, regionale Energieerzeugung im industriellen Maßstab. Unser Ziel ist es, ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Entwicklung miteinander zu verbinden“, sagte Falk André Bräuner, Geschäftsführer der FAB Unternehmensgruppe.
Im weiteren Verlauf des Genehmigungsverfahrens wollen die Projektpartner nach eigenen Angaben mit den zuständigen Behörden und regionalen Akteuren zusammenarbeiten und die Öffentlichkeit über die nächsten Schritte informieren.
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