L.o Redaktion | Stadt Bautzen
Bautzen zu Gast bei polnischen Freunden
Vereinsreise stärkt Kontakte zur polnischen Partnerstadt.
Der Bautzener Städtepartnerschaftsverein hat die Verbindung zur polnischen Partnerstadt Jelenia Góra mit einem Besuch vor Ort weiter gepflegt. Für Leser aus Bautzen und der Region zeigt der Austausch, wie die Städtepartnerschaft auch abseits offizieller Termine durch Begegnungen, Kultur und gemeinsame Gespräche lebendig bleibt.
Erst im Mai hatte der Verein zum Bautzener Frühling Gäste aus der Partnerstadt Heidelberg begrüßt. Dabei wurde das 35-jährige Bestehen des Partnerschaftsvertrages bekräftigt und erneuert. Nun waren Bautzener Vereinsmitglieder selbst als Gäste unterwegs: Sie folgten einer Einladung ihrer polnischen Freunde aus Jelenia Góra zum 25. Jubiläum des „Lemberger Liedes“.
Konzert im Kurpark von Cieplice
Die Jubiläumsveranstaltung fand im Zdrojowy Teatr Animacji im Cieplicer Kurpark statt. Die Hirschberger Künstlerin Honorata Magdeczko-Capote präsentierte bei dem Konzert verschiedene Preisträger der vergangenen Jahre. So entstand ein abwechslungsreiches und berührendes Programm für die Gäste aus beiden Ländern.
Zum Abschluss des Tages kamen die Teilnehmer zu einem gemeinsamen Grillabend zusammen. Auch dort spielte die Musik eine wichtige Rolle: Mit Gitarrenbegleitung von Honorata Magdeczko-Capote und zahlreichen Liedern gestalteten die polnischen Gastgeber einen stimmungsvollen Freundschaftsabend.
Rundfahrt durch die Region um Jelenia Góra
Am nächsten Tag stand eine Rundfahrt durch die Umgebung von Jelenia Góra auf dem Programm. Begleitet wurde die Gruppe vom Leiter des polnischen Städtepartnerschaftsvereins, Stanisław Kańczikowski.
Erstes Ziel war die „Perle des Westens“, eine bekannte ehemalige Turmsteinbaude am Blauen See. Nach starken Regenfällen in der Nacht zeigte sich das Gewässer allerdings nicht blau, sondern dunkelbraun. Danach führte der Weg zu alten Herrenhäusern und Schlössern, unter anderem in Maciejowcu und Łupki.
Nach Eindruck der Bautzener Gäste ist in der Landschaft rund um Jelenia Góra das kulturelle und historische Erbe deutlich sichtbar. Vieles werde gepflegt, manches Schritt für Schritt aus dem Dornröschenschlaf geholt.
Wohnturm mit Fresken aus dem 14. Jahrhundert
Ein besonderer Programmpunkt war der Besuch in Siedlęcin. Dort steht einer der wenigen noch gut erhaltenen Wohntürme, der aus dem frühen 14. Jahrhundert stammt. Besonders beeindruckt zeigten sich die Besucher von den jahrhundertealten Fresken, die die Geschichte des Ritters Lancelot aus der Tafelrunde erzählen.
Neben den einzelnen Stationen blieb auch die Landschaft am Rand des Riesengebirges in Erinnerung. Gerade diese Mischung aus Kultur, Geschichte und persönlichen Begegnungen macht solche Besuche für die Städtepartnerschaft zwischen Bautzen und Jelenia Góra besonders wertvoll.
Foto: Angelika Scharff
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