Aleksandar Matkovic wechselt an BTU und IKZ
Der international anerkannte Materialforscher Prof. Dr. Aleksandar Matkovic übernimmt zum 1. Oktober 2026 die Abteilungsleitung am IKZ und wird zugleich Professor
Prof. Dr. Aleksandar Matkovic übernimmt zum 1. Oktober 2026 die Leitung der Abteilung „Nanostrukturen & Dünne Schichten“ am Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ) und eine Professur an der BTU. Mit der gemeinsamen Berufung nach Berlin und Cottbus bauen beide Einrichtungen ihre langjährige Zusammenarbeit in der Materialforschung aus.
Wechsel aus Österreich mit Förderung und Team
Der Physiker kommt von der Montanuniversität Leoben in Österreich, wo er zuletzt eine eigene Forschungsgruppe leitete. An der BTU wird er im Fachgebiet „Nanostrukturen, 2D-Systeme und Schichten“ berufen. Mit seinem Wechsel bringt er seinen ERC Starting Grant sowie Teile seines Teams mit.
BTU-Präsidentin Prof. Gesine Grande begrüßt die Berufung als Ausbau der Kooperation mit dem IKZ und als Gewinn für die Universität. IKZ-Direktor Prof. Dr. Thomas Schröder sieht darin einen Kompetenzgewinn und erwartet neue Impulse für die Forschung an modernen Materialsystemen sowie neue Perspektiven für die Entwicklung innovativer Heterostrukturen.
Natürliche Strukturen als Vorbild
Matkovic forscht an zweidimensionalen Materialien, Dünnschichten und hybriden van-der-Waals-Heterostrukturen. Seine Arbeit liegt damit zwischen Materialwissenschaft, Festkörperphysik und Nanoelektronik. Ein Schwerpunkt ist die Frage, wie sich komplexe Materialstrukturen durch neuartige Herstellungs- und Selbstorganisationsprozesse gezielt aufbauen lassen. Als Vorbilder dienen biologische Systeme und die hochgeordneten Strukturen natürlicher Minerale.
Am IKZ will er mit seinem Team die Arbeit an künstlich erzeugten Heterostrukturen vorantreiben, etwa mittels Schichttransfer oder verdrehter Epitaxie. Mögliche Anwendungen sehen die Institute in der Nanoelektronik, der Plasmonik sowie der neuromorphen und synaptischen Elektronik. Die BTU sieht in der Professur die Chance, ihre Forschung an modernen Materialien und Nanostrukturen auszubauen und stärker mit anwendungsorientierten Fragen zu verbinden.
Gemeinsame Forschung für die Lausitz
Die Berufung ist auch Teil der geplanten engeren Zusammenarbeit im Zuge des Strukturwandels in der Lausitz. BTU und IKZ wollen ihre Kooperation in diesem Zusammenhang intensivieren.
Eine zentrale Rolle soll das geplante Gebäude „Leibniz @ Lausitz“ unter Federführung des Leibniz-Instituts für innovative Mikroelektronik (IHP) übernehmen. Dort sollen Leibniz-Institute aus Brandenburg, Berlin und Sachsen künftig gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der BTU unter einem Dach forschen.
Mit der gemeinsamen Professur erweitern BTU und IKZ ihre bestehende Kooperation; das Gebäude „Leibniz @ Lausitz“ ist als weiterer gemeinsamer Forschungsort geplant.
Foto: FWF-Sabine Hoffmann
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