Geburtshilfe Kamenz: Sondertag
Kreisräte wollen vor Ende Mai über die Klinik beraten.
Im Landkreis Bautzen fordern rund 30 Kreisräte einen Sonderkreistag zur Zukunft der Geburtshilfe in Kamenz. Anlass ist die beabsichtigte Schließung der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am St. Johannes Krankenhaus Kamenz.
Nach Angaben der Antragsteller wurde der Dringlichkeitsantrag nach § 32 Abs. 3 Satz 4 der Sächsischen Landkreisordnung am Donnerstag, 14.05.2026, per E-Mail an den Landrat übermittelt. Zunächst hatten 25 Kreisräte den Antrag gestellt. Inzwischen unterstützen ihn nach eigenen Angaben rund 30 Kreisräte fraktionsübergreifend.
Sonderkreistag noch vor Ende Mai gefordertDie Kreisräte verlangen, dass der Sonderkreistag noch vor Ende Mai 2026 einberufen wird. Ziel ist es, vor einer möglichen Schließung politische Gespräche zu führen und Entscheidungen nicht erst nach vollendeten Tatsachen zu treffen.
Der Landrat soll nach dem Antrag unverzüglich Gespräche mit dem Krankenhausträger und dem Freistaat Sachsen aufnehmen. Außerdem fordern die Antragsteller, die beabsichtigte Schließung auszusetzen und die medizinische Versorgung im Landkreis langfristig zu sichern.
Versorgung im westlichen und nördlichen Landkreis im BlickAus Sicht der Antragsteller geht es um die medizinische Daseinsvorsorge im westlichen und nördlichen Landkreis Bautzen. Genannt werden vor allem Familien, die auf eine Geburtsstation in erreichbarer Nähe angewiesen sind. Als Problem werden längere Fahrzeiten zur nächsten Geburtsstation genannt, etwa nachts, im Winter oder ohne eigenes Fahrzeug.
Auch die sorbische Bevölkerung wird im Antrag ausdrücklich erwähnt. Der Krankenhausstandort Kamenz sei für viele Menschen sprachlich und kulturell ein vertrauter medizinischer Versorgungsort und zugleich ein wichtiger Arbeitsort.
Pressegespräch in Kamenz angekündigtZu dem Thema ist ein Pressegespräch angekündigt für Mittwoch, 20.05.2026, 17:00 Uhr, im Stadttheater Kamenz, Kleiner Saal, Pulsnitzer Straße 11, 01917 Kamenz.
Langfristige Planung gefordertNeben der kurzfristigen Sicherung des Standortes regen die Antragsteller eine Gesundheitsleitplanung „Bautzen 2030+“ an. Damit soll die medizinische Versorgung im gesamten Landkreis Bautzen strategisch weiterentwickelt werden.
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