L.o Redaktion | openart Lausitz
Kultur aktuell
openart Lausitz in Lauchhammer
Zwei Orte, viele Werke und mehrere Mitmachangebote im August.
In Lauchhammer wird die openart Lausitz Biennale im August 2026 an zwei Orten sichtbar. Im Kunstgussmuseum sowie in einem lange leerstehenden Wohnblock in der Heinrich-Zille-Straße 1 zeigt die Biennale zeitgenössische Kunst mit regionalen, nationalen und internationalen Positionen. Für Besucher gibt es nicht nur Ausstellungen, sondern auch mehrere kostenlose Mitmachangebote.
Kunstgussmuseum: zeitgenössische Arbeiten zwischen klassischen Plastiken
Im Kunstgussmuseum läuft die openart Lausitz von Sonntag, 09.08.2026 bis Sonntag, 23.08.2026. In den Depoträumen mit klassischen Plastiken sind drei zeitgenössische Interventionen zu sehen.
Birgit Fechner zeigt unter dem Titel „Zerbrechliche Formen“ Arbeiten aus Gebrauchskeramik und Kitschfiguren. Daraus entstehen poetische, abstrakte Körper mit Anklängen an Pflanzenformen, antike Stelen und dadaistische Objektkunst.
Dirk Sorge präsentiert die in Lauchhammer entstandene Skulptur „Spurensicherung“. Er arbeitet mit Abformmasse. Während der Ausstellung können Besucher selbst mit diesem Material arbeiten und ihre Ergebnisse in die Ausstellung einbringen.
Reinhard Sandner, gebürtiger Lauchhammeraner, widmet sich seit Jahrzehnten der Lausitzer Landschaft und ihren Menschen. Zu sehen sind Malerei, Assemblagen und skulpturale Arbeiten.
Zillestraße 1: Kunst im leerstehenden Wohnblock
Ein weiterer Biennale-Ort ist der Wohnblock in der Heinrich-Zille-Straße 1. Dort läuft das Programm von Samstag, 08.08.2026 bis Sonntag, 23.08.2026. Nach mehreren Jahren Leerstand wird das Gebäude für die Ausstellung genutzt.
In den Wohnräumen zeigen sieben Künstler ihre Arbeiten, bieten Workshops an und suchen den Austausch mit den Bewohnern der Neustadt 1.
Die Wiener Künstlerin Claudia Pilsl entwickelt aus Unkräutern mit einer fotografischen Technik poetische Bilder. Dazu gibt es zwei kostenlose Termine: Sonntag, 02.08.2026, 10:00 bis 13:00 Uhr und 15:00 bis 18:00 Uhr sowie Dienstag, 04.08.2026, 10:00 bis 13:00 Uhr und 15:00 bis 18:00 Uhr.
Das Künstlerduo Matrosenhunde verwandelt das Gebäude in ein begehbares Buch. Großformatige Stoffbahnen an Fenstern und Balkonen tragen Zeichnungen und Textfragmente aus Gesprächen mit Bewohnern.
Anke Hannemann zeigt die Installation „Veritas“. Zu sehen ist eine modifizierte Nähmaschine des VEB Nähmaschinen, die mit vergoldeter Nadel rückwärts näht. Die Arbeit versteht sich als Versuch, Vergangenes festzuhalten, ohne es zurückholen zu können.
Das Projekt „Spurlos verschwunden“ von Frida Teller und Marie Kublik richtet den Blick auf Lyrikerinnen in der DDR und heute. Besucher können bei zwei kostenlosen Formaten mitmachen: beim Stick-Workshop am Freitag, 07.08.2026, 11:00 Uhr und bei der Schreibwerkstatt am Samstag, 08.08.2026, 11:00 Uhr.
Anja Nürnberg präsentiert mit „Ikarus 280.3“ eine großformatige Kohlestiftzeichnung des gleichnamigen Gelenkbusses. Die Arbeit greift Erinnerungen an überfüllte Busfahrten, Dieselgeruch und Kohlestaub auf.
Die Videoarbeit „Letzte Kumpel“ von Johannes Weilandt porträtiert ehemalige Bergleute.
Vor dem Wohnblock lässt Louisa Frauenheim in einer Bushaltestelle Presslufthämmer dröhnen. Auf die rund 50 m lange Fassade eines leerstehenden Gebäudes auf der gegenüberliegenden Seite projiziert Christian Hasucha die Worte „m i t t l e r w e i l e“.
Foto Birgit Fechner
Foto Jonas Mannherz web
Foto Claudia Pilsl web
Foto Friederike Kalz
Foto Christian Hasucha
Ähnliche Beiträge
Kultur
Kulturförderung 2027
Kultur
Konzert Bautzen: Absage am 08.08.
Kultur
Führungen im Museum Guben
Kultur
22. Lausitzer Museumsnächte
Kultur
Street Festival Zgorzelec am 8.8.
Kultur
Brunnenfest Drebkau am 5. September
Kultur
20. HISTORIK MOBIL & 30 Jahre SOEG
Kultur
Kulturpreis Elbe-Elster 2026
Kultur
Waschtag im Museum Finsterwalde
Kultur
Heimatfest Spremberg: Kaffeenachmittag im Schlosshof
Kultur
Auftakt für die erste OpenArt Lausitz Biennale

