L.o Redaktion | Landkreis Görlitz
Neue Straßenmeisterei in Löbau
29 Mitarbeiter betreuen von dort rund 300 Straßenkilometer.
Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit hat der Landkreis Görlitz die neue Straßenmeisterei im Gewerbegebiet Löbau-West eröffnet. Rund 400 Besucher besichtigten den Standort am Donnerstag, 03.09.2026, bei einem Tag der offenen Tür.
Landrat Dr. Stephan Meyer und Torsten Steinert, Leiter des Amts für Hoch- und Tiefbau, stellten den Neubau vor. Bei Führungen und einer Technikschau erhielten die Gäste Einblicke in die Arbeitsabläufe sowie die Fahrzeuge und Geräte des Straßenbetriebsdienstes.
29 Mitarbeiter betreuen 300 Straßenkilometer
Auf dem rund 17.500 Quadratmeter großen Gelände befinden sich ein Verwaltungs- und Sozialgebäude, Fahrzeug- und Gerätehallen, ein Instandsetzungsbereich sowie eine Salzlagerhalle. Diese fasst etwa 2.000 Tonnen Streusalz. Der Landkreis benötigt im Durchschnitt rund 6.500 Tonnen pro Jahr.
In der Straßenmeisterei arbeiten 29 Mitarbeiter. Sie betreuen rund 300 Straßenkilometer und leisten jährlich etwa 41.000 Arbeitsstunden. Im neuen Instandsetzungsbereich werden zentral rund 50 Fahrzeuge aus allen Straßenmeistereien des Landkreises gewartet und repariert.
Der Standort liegt unmittelbar an der B 178n. Dadurch kann die wichtigste Verkehrsachse im Zuständigkeitsbereich des Landkreises nach dessen Angaben schnell erreicht werden.
Neuer Lkw für die B 178
Bei der Eröffnung nahm der Landkreis außerdem einen neuen 3-Achs-Lkw vom Typ MAN TGS 28.480 6x4 in Betrieb. Das 480 PS starke Fahrzeug soll vor allem auf dem drei- bis vierspurigen Abschnitt der B 178 zwischen Löbau und Zittau eingesetzt werden. Es verfügt über einen 4,55 Meter breiten Vorbauschneepflug.
Ein Wechselsystem ermöglicht es, Kipperbrücke und Ladekran innerhalb von rund 20 Minuten gegen einen Streuaufbau auszutauschen. Der Lkw kann damit für den Winterdienst, Transporte, die Gehölzpflege und weitere Aufgaben eingesetzt werden.
Eigene Tankstelle für den Betrieb
Zur Ausstattung gehört eine Betriebstankstelle mit einem Lagertank für 30.000 Liter Kraftstoff. Sie soll günstigere Bezugspreise ermöglichen und im Katastrophenfall die Versorgung kritischer Infrastruktur im Landkreis mit Diesel unterstützen.
Die Investitionskosten für den Neubau liegen nach aktueller Prognose bei rund 10,5 Millionen Euro. Für das angestrebte Qualitätssiegel „Nachhaltiges Gebäude Plus“ stellte die Kreditanstalt für Wiederaufbau einen Zuschuss von 436.500 Euro in Aussicht.
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