L.o Redaktion | Stadt Bautzen
Aktuelle Nachrichten aus der Oberlausitz
Bautzen stärkt Wissenschaft, Kooperation und Strukturwandel
Drei bedeutende Ereignisse unter einem Dach
In Bautzen sind künftig Wissenschaft, Hochschulkooperation und interkommunale Zusammenarbeit an einem Ort gebündelt. Die Stadtverwaltung teilte mit, dass in neuen Räumlichkeiten drei Vorhaben offiziell zusammengeführt wurden, die für den Strukturwandel in der Lausitz wichtig sind.
Im Zentrum standen die Eröffnung eines Büros des Bundesforschungszentrums für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen, die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags mit der FernUniversität in Hagen sowie die Eröffnung der „denkBar | hromadźe“ als Raum für Austausch und interkommunale Zusammenarbeit.
Drei Vorhaben unter einem Dach
Oberbürgermeister Karsten Vogt begrüßte dazu Gäste aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Genannt wurden unter anderem Staatsministerin Kraushaar, die Beigeordnete des Landkreises Bautzen Dr. Reinisch, Prof. Dr. Mechthcherine als Vertreter des Bundesforschungszentrums, Dr. Hartung von der Technischen Universität Dresden, Prof. Dr. Stürmer und Teichert von der FernUniversität in Hagen sowie Prof. Schröter-Bobsin und Prof. Dr. Bühn von der Dualen Hochschule Sachsen.
Büro für Bauforschung in Bautzen eröffnet
Mit dem symbolischen Durchschneiden eines blauen Bandes wurde das Büro des Bundesforschungszentrums offiziell eröffnet. Von Bautzen aus soll damit der Aufbau eines Bauforschungszentrums in der Lausitz vorangetrieben werden. Hintergrund ist, dass die Bauindustrie zu den CO₂-intensiven Branchen zählt und neue Ansätze für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen gebraucht werden.
Nach Angaben der Stadt soll der Standort zur Schnittstelle zwischen Wissenschaft und regionaler Wirtschaft werden. Genannt werden dabei vor allem langlebige und flexible Nutzungskonzepte für Gebäude.
Kooperation mit FernUniversität in Hagen
Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags mit der FernUniversität in Hagen will Bautzen seinen Bildungsstandort weiter ausbauen. Die Stadtverwaltung verweist darauf, dass sich Bautzen 2025 als Hochschulstadt etabliert habe. Durch die Weiterentwicklung der ehemaligen Berufsakademien zu Dualen Hochschulen sei die Attraktivität des Studienstandorts gestiegen.
Die Zusammenarbeit mit Deutschlands einziger staatlicher Fernuniversität soll vor allem berufstätigen und ortsgebundenen Menschen neue Wege zu einem Hochschulstudium eröffnen. Die FernUniversität in Hagen bietet nach den vorliegenden Angaben rund 80.000 Studierende und ein breites Studienangebot.
„denkBar | hromadźe“ für Kommunen und Projekte
Mit der „denkBar | hromadźe“ wurde zudem ein neuer Raum für Beteiligung und gemeinsame Entwicklung eröffnet. Er ist Teil des Projekts Interkommunale Zusammenarbeit und Wirtschaftsentwicklung Bautzen, kurz IZWB.
Die Stadt sieht darin eine Plattform für Kommunen, Institutionen und Bürger. Genannt werden als Themen unter anderem die Regionalkonferenz, ein Innovationskorridor von Dresden über Bautzen bis Görlitz, interkommunale Gewerbegebiete sowie die Entwicklung des Stausees.
Hintergrund zum Förderrahmen
Das Projekt IZWB wird von der Stadt Bautzen und Umlandgemeinden getragen. Es umfasst die Bereiche Flächen-, Verkehrs- und Standortentwicklung, Beteiligung, Marketing und Kommunikation sowie Bildung, Innovation und Transfer.
Außerdem verweist die Stadt auf das Bundesprogramm STARK. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie soll den Strukturwandel in den Kohleregionen unterstützen und Vorhaben fördern, die Vernetzung, Wissenstransfer und ein gemeinsames Zukunftsverständnis stärken.
Foto: Stadtverwaltung Bautzen
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