L.o Redaktion | Stadt Görlitz
Nachrichten aus dem Landkreis Görlitz
Frischer "Flitzi" auf dem Spielplatz Görlitz
Sanierte Schnecke ist zurück, Kinder wählten den Namen
Auf dem Spielplatz an der Parkeisenbahn in Görlitz ist ein vertrautes Spielgerät wieder da: Die markante Weinbergschnecke wurde im Zuge der Neugestaltung saniert und trägt nun den Namen „Flitzi“. Der Spielplatz ist seit einigen Wochen wieder geöffnet.
Die Schnecke gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Spielgeräten der Anlage. Gestaltet wurde sie 1978 von Franz Gruß, dem Vater des Saurierparks Kleinwelka. Im Laufe der Jahre war das Spielgerät bereits mehrfach an veränderte Sicherheitsanforderungen angepasst worden.
Historische Form konnte nicht erhalten werden
Im Rahmen der aktuellen Sanierung wurde zunächst geprüft, ob das ursprüngliche Erscheinungsbild vollständig wiederhergestellt werden kann. Das war laut Mitteilung nicht möglich: Die frühere Rutschfläche war zu steil, deshalb konnte der Bestandsschutz nicht angewendet werden.
Stattdessen erhielt die Schnecke eine moderne Rutschen-Aufstiegskombination nach heutigen Sicherheitsstandards. Dafür wurden eine neue Tunnelrutsche angefertigt und montiert sowie ein passender Aufstieg errichtet. Die Tunnelrutsche lieferte die Linsmeier OHG aus Schönberg, den Aufstieg und die Montage übernahm die P&V Metalltechnik GmbH aus Markersdorf.
Kinder stimmen über den Namen ab
Zur Eröffnung des Spielplatzes konnten Kinder am Donnerstag, 07.08.2026, 10:15 Uhr bis 12:00 Uhr über den Namen der Schnecke abstimmen. Alle 50 bereitgestellten Stimmzettel wurden ausgefüllt.
Zur Wahl standen Walli, Flitzi, Franz und Schneck. „Walli“ sollte mit dem von Waldtraud abgeleiteten Namen den Bezug zum Park herstellen, „Franz“ erinnerte an den Künstler Franz Gruß. Mit deutlichem Vorsprung setzte sich schließlich Flitzi durch. Dahinter folgten Walli, Franz und Schneck.
Neugestaltung für verschiedene Altersgruppen
Die Neugestaltung des Spielplatzes lief von Mitte Februar bis Anfang Juni 2026 unter dem Motto „Abenteuer im Waldpark – auf Schneckenpfaden“. Entstanden ist eine Spiellandschaft für Kinder unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Voraussetzungen.
Neu hinzugekommen sind Kletter-, Balancier- und Rutschmöglichkeiten, inklusive Spielangebote sowie barrierefrei erreichbare Elemente. Gleichzeitig wurden bestehende Geräte wie die Weinbergschnecke, das Baumhaus und die Doppelseilbahn in das neue Gesamtkonzept eingebunden. Hinzu kamen neue Wege- und Platzflächen, Sitzmöglichkeiten, Fahrradbügel, eine neue Einfriedung entlang der Gleisanlage sowie zusätzliche Baumpflanzungen.
Die Gesamtkosten für die Neugestaltung des Spielplatzes belaufen sich auf rund 457.000,00 €.
Weitere Kinderbeteiligung geplant
Die Beteiligung von Kindern an der Namensgebung ist laut Stadt Görlitz kein Einzelfall. Bei der Gestaltung von Spiel- und Freizeitanlagen setzt die Stadt regelmäßig auf Mitwirkung, etwa bei Wünschen für neue Spielplätze oder über eine Kinderjury.
Die nächste Gelegenheit dazu soll es im September 2026 bei der geplanten Neugestaltung des Spielplatzes an der Blockhauswiese geben. Vorgesehen ist dort eine Kinderwerkstatt.
Foto: Stadt Görlitz
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