Schlüsselübergabe in Lauchhammer
Neubau der Rettungswache stärkt den Landkreis
In Lauchhammer-Ost ist ein wichtiger Bau für den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz im südlichen Landkreis Oberspreewald-Lausitz weitestgehend fertig. Am Dienstag, 05.05.2026, übergab der Landkreis die neue Rettungswache in der Lindenstraße 5 symbolisch an die künftigen Nutzer.
Der Neubau kostet nach Angaben des Landkreises 9.200.000,00 €. Unter einem Dach arbeiten künftig die Rettungswache Lauchhammer der Rettungsdienst Niederlausitz gGmbH und die Schnelleinsatzeinheit Sanität des DRK-Kreisverband Lausitz. Die offizielle Inbetriebnahme ist nach noch ausstehenden Abnahmen, Umzug und Testbetrieb bis zum 01.07.2026 vorgesehen.
Neuer Standort für Rettungsdienst und KatastrophenschutzBei der Schlüsselübergabe sprach Landrat Siegurd Heinze von einem wichtigen Baustein für die medizinische Versorgung und die Gefahrenabwehr im Landkreis. Grußworte kamen außerdem von Tom Lehnert, Geschäftsführer der Rettungsdienst Niederlausitz gGmbH, Bianka Sebischka-Klaus, Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverband Lausitz, Götz Richter-Sandvoss vom Architekturbüro Lehmann + Lieschke sowie Lauchhammers Bürgermeister Mirko Buhr.
Die symbolischen Schlüssel gingen an Wachleiterin Kathrin Feike und an Steffen Maibaum vom Team der Schnelleinsatzeinheit Sanität. Im Anschluss konnten die Gäste die neuen Räume besichtigen. Vor Ort übergab der Landkreis zudem ein neues Notarzteinsatzfahrzeug im Wert von 112.000,00 €, das künftig in Lauchhammer stationiert wird.
Mehr Platz und moderne ArbeitsbedingungenDie bisherige Rettungswache in der Friedensstraße ist seit 1982 in Betrieb und entsprach laut Landkreis seit längerer Zeit nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der Kreistag hatte bereits 2019 den Grundsatzbeschluss für den Neubau gefasst. Baubeginn war im November 2023.
Der neue Komplex verfügt über eine Fahrzeughalle mit sechs Stellplätzen und eine separate Waschhalle. Hinzu kommen Aufenthalts-, Ruhe- und Diensträume, ein Notarztraum, Umkleiden, Sanitärräume, Lagerflächen und technische Betriebsräume. Im Schichtdienst können dort bis zu 45 Mitarbeiter eingesetzt werden.
Die Rettungswache Lauchhammer ist die zweitgrößte Wache im Landkreis und eine von drei Lehrrettungswachen. Derzeit arbeiten dort 40 Mitarbeiter, darunter fünf Auszubildende. Das Team absolviert nach Angaben des Landkreises jährlich rund 4.530 Einsätze. Zum Fuhrpark gehören ein Notarzteinsatzfahrzeug, zwei Rettungswagen, ein Reserve-Rettungswagen sowie ein Krankentransportwagen mit Reservefahrzeug.
SEE Sanität zieht mit einAm neuen Standort wird auch die für den südlichen Landkreis zuständige Schnelleinsatzeinheit Sanität des DRK-Kreisverband Lausitz untergebracht. Für die Einheit stehen Aufenthalts-, Umkleide- und Sanitärräume sowie Lagerflächen zur Verfügung. Eine separate Fahrzeughalle bietet Platz für sechs Einsatzfahrzeuge des Katastrophenschutzes.
Die SEE Sanität unterstützt den Rettungsdienst vor allem bei einem Massenanfall von Verletzten. Sie richtet Behandlungsplätze ein, registriert Patienten, organisiert Transporte und unterstützt andere Einsatzkräfte vor Ort. Durch den gemeinsamen Standort sollen Austausch, Übungen und Abstimmungen einfacher werden.
Technik, Energie und BaukostenDas Gebäude erfüllt nach Angaben des Landkreises aktuelle Anforderungen an energieeffizientes Bauen. Genannt werden unter anderem moderne Fenster mit außenliegendem Sonnenschutz, Isolierverglasung und eine wärmegedämmte Dacheindeckung.
Besonders hervorgehoben wird die Dachbegrünung auf den Fahrzeughallen. Sie soll Niederschlagswasser zurückhalten und Abflussspitzen bei Starkregen verringern. Das Regenwasser wird auf dem Grundstück versickert. Zusätzlich werden auf den Hallendächern Photovoltaikanlagen installiert, die der Eigenstromversorgung dienen und überschüssige Energie ins öffentliche Netz einspeisen können.
Für Stromausfälle ist ein Notstromaggregat vorgesehen. Damit sollen unter anderem Toranlagen, Ladeinfrastruktur, Beleuchtung, medizinisches Lager und Diensträume weiter betrieben werden. Außerdem gibt es eine Fußbodenheizung in den Aufenthaltsbereichen, eine Industriebodenheizung in den Fahrzeughallen, eine Abgassauganlage und eine raumlufttechnische Anlage mit Wärmerückgewinnung.
Im Projekt wurden insgesamt 34 Gewerke ausgeschrieben und vergeben. Laut Landkreis stiegen die ursprünglich mit rund 7.000.000,00 € veranschlagten Planungskosten im Verlauf des Vorhabens auf 9.200.000,00 €. Als Gründe nennt die Verwaltung zusätzliche Anforderungen im Genehmigungsverfahren, anspruchsvolle Baugrundverhältnisse und witterungsbedingte Herausforderungen.
Die Rettungswache in Lauchhammer ist eine von insgesamt acht Wachen im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Der Rettungsdienst im Landkreis fährt nach Angaben des Landkreises pro Jahr rund 19.900 Einsätze.
Fotos: Landkreis OSL/Sarah Werner
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