Trichinellen bei Wildschweinen
Zwei Nachweise im ersten Quartal im Raum Dahme-Spreewald
Im Landkreis Dahme-Spreewald sind im ersten Quartal bei zwei Proben von Wildschweinen Trichinellen nachgewiesen worden. Darüber informierte das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz. Ein betroffenes Tier stammte aus dem Landkreis Teltow-Fläming, das andere aus dem Landkreis Dahme-Spreewald.
Der Fund aus Dahme-Spreewald betraf einen Überläufer aus einem Jagdbezirk in Mittenwalde. Beide Tierkörper wurden von den zuständigen Veterinärämtern als genussuntauglich eingestuft und vollständig über die Tierkörperbeseitigung entsorgt.
Bereits im vergangenen Jahr waren nach Angaben der Behörde bei je einem Wildschwein aus Teltow-Fläming und aus Telz im Landkreis Dahme-Spreewald Trichinellen festgestellt worden. Das Amt ruft deshalb insbesondere Jäger weiter zur Wachsamkeit auf.
Was Trichinellen sindTrichinellen sind Fadenwürmer der Gattung Trichinella. Die Parasiten kommen weltweit vor und haben keinen festen Endwirt. Sie können sich im Muskelfleisch vieler Wirbeltiere einnisten und dort über Jahre infektiös bleiben.
Wildschweine können sich infizieren, wenn sie als Allesfresser auch Aas von frisch verendeten Tieren aufnehmen. Dadurch können sie wiederum zur Infektionsquelle für den Menschen werden. Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zählen laut Mitteilung bundesweit zu den Ländern mit den häufigsten Nachweisen.
Für das Jahr 2025 nennt das Bundesinstitut für Risikobewertung 8 Nachweise bei Wildschweinen in Brandenburg.
Risiko für den MenschenEine Infektion mit Trichinellen kann beim Menschen unter anderem Durchfall, Erbrechen, Fieber und Wassereinlagerungen verursachen. In wenigen Fällen kann die Erkrankung auch tödlich verlaufen. Nach Angaben der Behörde hängen Schwere und Verlauf unter anderem von der aufgenommenen Larvenzahl und von Vorerkrankungen ab.
Als besonders gefährdet gelten ältere Menschen, Kinder, Schwangere und Menschen mit verminderter Immunkompetenz. Bei später Diagnose kann die Behandlung erschwert sein.
Was bei Wildfleisch giltIn Deutschland besteht vor dem Verzehr unter anderem für Haus- und Wildschweine, Pferde und Raubwild eine Untersuchungspflicht auf Trichinellen. Nach Angaben des Amtes kann das Risiko durch diese Untersuchung sicher ausgeschlossen werden. Deshalb sind Trichinellosefälle beim Menschen hierzulande selten.
Dem Robert-Koch-Institut wurden im Jahr 2025 insgesamt 6 Fälle gemeldet. Nicht untersuchtes Fleisch von Alles- und Fleischfressern gilt als nicht sicheres Lebensmittel und darf weder verkauft noch verschenkt oder verzehrt werden.
Hinweise für Jäger im Landkreis Dahme-SpreewaldDas Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz Dahme-Spreewald weist darauf hin, dass die Freigabezeitpunkte zu beachten sind. Vor der Freigabe darf Wild nicht zerlegt werden.
Auch das Vergraben von Innereien vor Abschluss der Freigabe wird nicht empfohlen. Nach Einschätzung der Behörde können Innereien dadurch eine mögliche Infektionsquelle für andere Wildschweine sein und werden häufig schon vor Abschluss der Untersuchung gefunden und gefressen.
Zur Vereinfachung des Antragsverfahrens empfiehlt das Amt die Nutzung der DiWiMa-Wildmarke-App. Damit kann das Ergebnis der Trichinenuntersuchung nach Abschluss direkt auf dem Smartphone eingehen.
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