L.o Redaktion | Serbski Institut
Sorbisches Institut bei Copernico
Neue Beiträge machen Forschung aus der Lausitz online sichtbarer.
In der Lausitz wird Forschung zur sorbischen Geschichte und Kultur jetzt auf einer größeren Plattform sichtbar: Das Sorbische Institut ist seit Juni neues Mitglied im Netzwerk Copernico – Geschichte und kulturelles Erbe im östlichen Europa.
Im zugehörigen Online-Portal veröffentlicht das Institut ab sofort eigene Projekte, Publikationen, Ausstellungen und weitere Angebote. Für Leser aus der Niederlausitz, Oberlausitz und dem Spreewald bedeutet das einen leichteren Zugang zu wissenschaftlich fundierten Inhalten zur Geschichte, Sprache und Kultur der Sorben.
Beitrag zum frühen Spreewaldtourismus erschienen
Aktuell ist im Copernico-Magazin ein Aufsatz von Dr. Friedrich Pollack erschienen. Der Historiker und Abteilungsleiter Kulturwissenschaften am Sorbischen Institut schreibt darin über das Bild der Sorben im frühen Spreewaldtourismus. Der Beitrag trägt den Titel „Mit der Reichsbahn in den Dschungel. Sorbenbilder im Spreewaldtourismus des frühen 20. Jahrhunderts“.
Bereits 2024 veröffentlichte Dr. Jana Piňosová, ebenfalls Historikerin am Sorbischen Institut, einen Beitrag über das sorbische Schulwesen in der Tschechoslowakei nach dem 2. Weltkrieg. Der Titel lautet „Naš puć“ (Unser Weg). Eine Jugendzeitschrift und ihre sorbischen Redakteure im tschechischen Grenzgebiet 1947-1949.
34 Einrichtungen im Partnernetzwerk
Copernico ist ein Online-Portal des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg. Dort informieren 34 Einrichtungen aus Forschung und Kulturvermittlung über die Geschichte und das geteilte kulturelle Erbe im östlichen Europa. Zum Netzwerk gehören Forschungsinstitute, Museen, Archive, Bibliotheken und Kulturreferate aus ganz Deutschland.
Das Portal bietet zwei Einstiegsbereiche: Über die Recherche finden Nutzer Informationen zu Partnern, Sammlungen und Beständen, Ausstellungen, Projekten, Veröffentlichungen, Online-Angeboten und Förderprogrammen. In den Themen werden Schwerpunkte zur Geschichte des östlichen Europas und zu seinen Verbindungen mit der deutschen Geschichte vorgestellt. Dazu gehören Hintergrundartikel, biographische Beiträge, kommentierte Quellen, Interviews und multimediale Inhalte.
Kooperation soll Austausch fördern
„Die Partnerschaft bietet dem Sorbischen Institut die Gelegenheit, seine Forschung und seine Angebote zur Geschichte, Sprache und Kultur der Sorben in einem größeren ostmitteleuropäischen Zusammenhang sichtbar zu machen. Zugleich erleichtert sie den Austausch mit anderen Einrichtungen aus Forschung und Kulturvermittlung und kann neue Kooperationen anstoßen“, teilte Dr. Friedrich Pollack mit.
Der Aufbau des Copernico-Portals wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.
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