1,3 Mio. EUR für Jahnsporthalle Görlitz
Bund fördert die Sanierung mit 48 Prozent
In Görlitz ist die Sanierung der Jahnsporthalle einen Schritt weiter. Der Haushaltsausschuss des Bundestages beschloss am Mittwoch, 22.04.2026, 1.298.612,00 € aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ für das Vorhaben. Das entspricht einer Förderquote von 48 Prozent bei veranschlagten Baukosten von rund 2,7 Millionen €.
Nach Angaben der Stadt ist ein Baubeginn derzeit noch offen. Bürgermeister Benedikt M. Hummel teilte mit, dass es sich bislang um ein Interessenbekundungsverfahren handelt. Der Start der Arbeiten hänge vom Eingang des Förderbescheids und von der Gesamtfinanzierung ab. Die veranschlagte Bauzeit liegt bei 18 Monaten.
Wichtige Sporthalle für Schulen und Vereine
Die Jahnsporthalle ist in Görlitz die zentrale Sportstätte für Hallensportarten wie Handball, Basketball, Fußball, Volleyball und Crossminton. Als einzige Dreifeldhalle mit mehr als 475 Zuschauerplätzen ist sie nach Angaben der Stadt der wichtigste Spiel- und Trainingsort für Vereine und damit für mehr als 1.000 Sportler in Görlitz.
Auch für die benachbarte Friedrich-Ludwig-Jahnschule ist die barrierefreie Halle wichtig. Die Sportstätte liegt in der Innenstadt-West, einem Bereich, der derzeit besonders im Fokus der Stadtentwicklung steht.
Diese Arbeiten sind geplant
Vorgesehen sind umfassende Sanierungsmaßnahmen an Gebäude und Technik. Geplant sind unter anderem:
- Sanierung des undichten Hallendachs einschließlich Dachdeckung
- Erneuerung der Glasfassade
- Modernisierung der Elektroanlagen mit Beleuchtung, Notbeleuchtung, Hausalarmierungsanlage und Brandschutzmeldeanlage
- Erneuerung der Lüftungsanlage
- Neuer Hallenboden mit Installation einer Fußbodenheizung
- Installation einer Photovoltaikanlage
Ziel ist auch eine bessere energetische Effizienz der Halle.
Stadt will Ausweichlösungen abstimmen
Sobald ein verbindlicher Zeitplan vorliegt, will die Stadt mit Schulen und Vereinen über mögliche Ausweichvarianten während der Bauzeit sprechen.
Bundesprogramm stark überzeichnet
Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ soll Kommunen bei der Modernisierung und Erhaltung wichtiger Sportinfrastrukturen unterstützen. Im Bundeshaushalt 2025 wurden dafür Programmmittel in Höhe von 333 Millionen € bereitgestellt.
Nach den vorliegenden Angaben gingen beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung mehr als 3.600 Interessenbekundungen ein. Die beantragte Gesamtfördersumme lag bei über 7,5 Milliarden €. Damit war der Projektaufruf mehr als 22-fach überzeichnet.
Sechs geförderte Projekte in Sachsen
In Sachsen werden sechs Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 11.341.000,00 € und einem Gesamtinvestitionsvolumen von 18.082.000,00 € gefördert. Dazu gehören:
- Dresden: Sanierung der Margon-Arena, 2.250.000,00 €
- Görlitz: Sanierung der Jahnsporthalle, 1.298.612,00 €
- Leipzig: Sanierung des Kunstrasenspielfelds im Alfred-Kunze-Sportpark, 949.156,00 €
- Oschatz: Sanierung und Erweiterung der Döllnitzhalle, 1.061.300,00 €
- Rodewisch: Sanierung des Kleinspielfeldes, 705.000,00 €
- Wilkau-Haßlau: Sanierung und Erweiterung der Sportfreianlage, 5.077.500,00 €
Oberbürgermeister Octavian Ursu erklärte, die Fördermittelzusage des Bundes bringe die Sanierung der Jahnsporthalle einen entscheidenden Schritt voran. Nun werde die Stadt an der Gesamtfinanzierung und der Vorbereitung weiterarbeiten und den zuständigen Gremien einen Vorschlag vorlegen.
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