L.o Redaktion | Kerstin Möbes
Fließe in Burg trotz Eichenspinner frei
Befall im Amtsgebiet, aber Ausflüge auf dem Wasser bleiben möglich.
Im Amt Burg (Spreewald) treten derzeit Raupen des Eichenprozessionsspinners auf. Betroffen sind alle Amtsgemeinden, vor allem freistehende Eichenbestände. Wichtig für Einwohner und Gäste: Im Oberspreewald sind aktuell keine Fließe gesperrt. Kahnfahrten sowie Paddel- und Kanutouren bleiben ebenso möglich wie Radfahren und Wandern.
Wie das Amt mitteilt, werden Nester vor allem in sensiblen Bereichen entfernt. Vorrang haben Spielplätze, Kindertagesstätten und Schulen. Warn- und Hinweisschilder wurden bereits aufgestellt.
Diese Orte sind betroffen
Nachgewiesen wurde der Eichenprozessionsspinner an einzelnen Bäumen oder Baumgruppen unter anderem in Burg (Spreewald)/Bórkowy (Błota) im Penkeweg, Wildbahnweg, im Bereich Schlossbergweg, im Kurpark und auf der Kauperinsel. Weitere Fundorte sind der Sportplatz Schmogrow/Smogorjow, Werben/Wjerbno im Bauernende sowie die Kita in Fehrow/Prjawoz.
An exponierten Stellen wurde der Befall abgesaugt. Dazu zählen nach Angaben des Amtes die Schulstraße an der Kita in Werben/Wjerbno, der Bereich an der Grundschule in Briesen/Brjazyna sowie der Friedhof Guhrow/Góry.
Gesundheitsrisiko durch Brennhaare
Der Eichenprozessionsspinner wird voraussichtlich noch vier bis fünf Wochen präsent sein, bevor er sich verpuppt. Die gesundheitliche Gefahr geht von den Brennhaaren der Raupen aus. Sie können starken Juckreiz mit Hautentzündungen auslösen. Häufig kommt es zudem zu Reizungen der Schleimhäute an Augen und Atemwegen.
Verhaltensregeln in der Natur
Die Ordnungsverwaltung des Amtes Burg (Spreewald) rät dazu, Eichenbestände in diesen Tagen möglichst zu meiden. Wo das nicht möglich ist, gelten diese Hinweise:
- Möglichst viel Abstand halten und weder Raupen noch Nester berühren. Das gilt auch für alte Gespinste.
- Nester keinesfalls selbst entfernen.
- Befallene Bereiche möglichst meiden sowie Kinder und Hunde fernhalten.
- Wenn ein Aufenthalt in der Nähe befallener Bäume nicht zu vermeiden ist, können lange Kleidung und eine Kopfbedeckung den Hautkontakt verringern.
- Nach möglichem Kontakt duschen, Haare waschen und getragene Kleidung reinigen.
- Bei schweren oder anhaltenden Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Foto: Kepler
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