L.o Redaktion | DZA
Kamenz zeigt Verbindung von Gestein und Weltall
DZA und Museum verbinden Geologie mit astrophysikalischer Forschung
Das Museum der Westlausitz Kamenz und das Deutsche Zentrum für Astrophysik (DZA) haben gemeinsam die Sonderausstellung „Granitmassiv – Die Lausitz hört das All“ entwickelt. Sie wird am 9. Oktober 2026 um 19 Uhr im Elementarium in Kamenz eröffnet und soll die Bedeutung des Lausitzer Untergrunds für die Forschung verständlich machen.
Granodiorit für geplantes UntergrundlaborIm Mittelpunkt stehen der Untergrund der Lausitz und seine Verbindung zur astrophysikalischen Forschung. Das DZA untersucht derzeit den Lausitzer Granodiorit im Hinblick auf das geplante Low Seismic Lab. In diesem Untergrundlabor sollen besonders störungsarme Bedingungen hochpräzise Messungen, technologische Entwicklungen und wissenschaftliche Experimente ermöglichen.
Ein eigener Ausstellungsbereich widmet sich dem geplanten Labor. Er behandelt mögliche Experimente und Technologien sowie die Frage, warum eine besonders ruhige Umgebung für empfindliche Messverfahren von zentraler Bedeutung ist. Damit greift die Schau Forschungsfragen auf, die mit den Untersuchungen des Gesteins unter der Oberlausitz verbunden sind.
Von der Entstehung der Elemente bis zur LausitzDie Ausstellung beginnt thematisch bei der Entstehung der Elemente und der Erdgeschichte. Von dort führt sie über die geologische Entwicklung der Lausitz bis zu aktuellen Forschungsfragen. Objekte, Modelle und interaktive Installationen zeigen die Verbindungen zwischen Geologie, Geophysik und Astrophysik. Auch Schwarze Löcher und Gravitationswellen gehören zu den Themen, die die Ausstellung mit dem jahrmillionenalten Gestein zusammenführt.
Jana Bingemer aus der DZA-Abteilung Regionale Vernetzung und Wissenschaftskommunikation hebt die interaktiven Exponate zur Erdgeschichte und zum Granitmassiv hervor. Sie verweist außerdem auf einen Raum, in dem seismische Bewegungen sichtbar, hörbar und körperlich spürbar werden.
Entwickelt wurde die Schau von dieser DZA-Abteilung gemeinsam mit dem Museum der Westlausitz Kamenz. Das Science Communication Lab begleitete die Umsetzung.
Begleitprogramm und Laufzeit im ElementariumZur Ausstellung gehören Führungen, Vorträge, museumspädagogische Angebote und Gesprächsformate. Nach Angaben des DZA sollen sie aktuelle Forschung verständlich vermitteln und den Austausch mit den Menschen in der Region fördern.
Bereits am 8. Oktober 2026 um 11 Uhr laden Museum und DZA zu einem Pressegespräch im Elementarium ein. Medienvertretende erhalten dort einen Vorab-Einblick; um vorherige Anmeldung wird gebeten.
Für das Publikum ist die Sonderausstellung vom 10. Oktober 2026 bis 26. September 2027 im Elementarium des Museums der Westlausitz, Pulsnitzer Straße 16 in Kamenz, zu sehen.
@ K. Rappaport
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