Kreißsaal Kamenz bleibt zunächst bis Ende 2026
Kreistag bewilligt 500.000,00 € unter klaren Auflagen
In Kamenz kann die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus St. Johannes vorerst weiterarbeiten. Der Kreistag des Landkreises Bautzen beschloss am Sonntag, 31.05.2026, in einer Sondersitzung in Bautzen einen freiwilligen Zuschuss von 500.000,00 €. Damit soll der Betrieb bis längstens Mittwoch, 31.12.2026, ermöglicht werden.
Zuschuss an Bedingungen geknüpftDer Beschluss gilt nicht ohne Voraussetzungen. Nach Angaben aus dem vorliegenden Text ist der Zuschuss des Landkreises an Bedingungen gegenüber den Gesellschaftern der St. Johannes Krankenhaus GmbH und dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gebunden.
- Die Klinik soll über den 31.05.2026 hinaus fortgeführt werden.
- Die gesetzlichen Qualitätsstandards müssen eingehalten werden.
- Das Ministerium soll den bisherigen Versorgungsauftrag Geburtshilfe aufrechterhalten und die Leistungsgruppe weiter zuweisen.
Mit der vertretungsberechtigten Geschäftsführerin des Krankenhauses St. Johannes, Jana Uhlig, habe es dazu Abstimmungen gegeben. Unter diesen Voraussetzungen wurde zugesichert, dass das medizinische Angebot des Krankenhauses zunächst fortgeführt wird.
Entlastung für Familien in Kamenz und UmgebungFür Frauen und Familien in Kamenz und der Umgebung bedeutet die Entscheidung zunächst Planungssicherheit. Oberbürgermeister Michael Preuß erklärte, damit sei eine Lösung für die unmittelbar betroffenen Familien möglich geworden. Zugleich sei Zeit gewonnen, um über mittelfristige Lösungen zu beraten.
Preuß konnte nach Angaben des Textes wegen eines Brandereignisses in Kamenz nicht persönlich an der Sitzung in Bautzen teilnehmen.
Folgen für den NahverkehrDer Beschluss des Kreistages hat auch Auswirkungen auf andere Bereiche. Im Text heißt es, dass mit der Entscheidung für das medizinische Angebot in Kamenz ab Mittwoch, 01.07.2026, eine Reduzierung von Angeboten im Wochenend- und Ferienverkehr des ÖPNV verbunden ist.
Dank an UnterstützerDer Oberbürgermeister dankte dem Kreistag, Landrat Udo Witschas, dem Kamenzer Stadtrat und dessen Gremien sowie dem Bündnis für Zukunft, dem medizinischen Personal, Schwestern, Hebammen, Ärzten, dem Mother Hood e.V. und weiteren Unterstützern aus Kamenz und der Umgebung. Auch die Medienberichterstattung habe aus seiner Sicht zum Ergebnis beigetragen.
Trotz der Entscheidung bis Jahresende bleibt die grundsätzliche Frage zur künftigen Sicherung der Geburtshilfe in Kamenz damit weiter offen.
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