L.O Redaktion | Landkreis OSL, Sarah Werner
Neue Rettungswache für Lauchhammer
Seit 01.07.2026 läuft der Einsatzdienst am neuen Standort.
In Lauchhammer ist der Rettungsdienst seit Mittwoch, 01.07.2026, von einem neuen Standort aus im Einsatz. Die neue Rettungswache in Lauchhammer-Ost hat planmäßig ihren Betrieb aufgenommen. Für die Menschen in der Region bedeutet das vor allem modernere Arbeitsbedingungen für die Einsatzkräfte und eine zukunftsfähige Infrastruktur für Rettungsdienst und Katastrophenschutz.
Am ersten Betriebstag besuchten OSL-Landrat Alexander Erbert, der Erste Beigeordnete Robert Weidner und Tom Lehnert, Geschäftsführer der Rettungsdienst Niederlausitz gGmbH, die neue Wache. Sie informierten sich über die bezogenen Räume und den abgeschlossenen Umzug. Wachleiterin Kathrin Feike, ihre Stellvertreterin Daniela Scholz und das Team erhielten zum Start eine kleine Aufmerksamkeit mit Kaffee, Pfannkuchen und Spritzringen.
Umzug parallel zum laufenden Einsatzdienst
Hinter dem Team liegen arbeitsreiche Tage. Die bisherige Rettungswache in der Friedensstraße wurde parallel zum laufenden Rettungsdienst in das neue Gebäude in der Lindenstraße 5 verlegt. In den vergangenen Tagen und Wochen waren bereits Material und Ausstattung an den neuen Standort gebracht worden.
Die entscheidende Umzugsphase lief am Dienstag, 30.06.2026. Verlegt wurden unter anderem Leitstellen- und Informationstechnik, Einsatzfahrzeuge und Arbeitsplätze. Gleichzeitig erfolgten die Abmeldung des bisherigen und die Anmeldung des neuen Standortes, damit Alarmierung und Einsatzbetrieb ohne Unterbrechung weiterlaufen konnten.
Dass der Übergang funktionierte, zeigte sich sofort: Bereits am Dienstag, 30.06.2026, 18:30 Uhr, rückte der erste Einsatz aus der neuen Fahrzeughalle aus. Seitdem hat das Team bereits mehrere Einsätze absolviert. In den kommenden Tagen sollen noch letzte Umzugskartons ausgepackt und Restarbeiten erledigt werden.
9.200.000,00 € für den Neubau
Die frühere Rettungswache war seit 1982 in Betrieb und entsprach nach Angaben des Landkreises schon seit längerer Zeit nicht mehr den heutigen Anforderungen. Nach einer Standortanalyse hatte der Kreistag bereits 2019 den Grundsatzbeschluss für einen Neubau am heutigen Standort gefasst.
Mit einer Gesamtinvestition von rund 9.200.000,00 € hat der Landkreis Oberspreewald-Lausitz einen neuen Komplex geschaffen, in dem künftig die Rettungswache der Rettungsdienst Niederlausitz gGmbH und die Schnelleinsatzeinheit Sanität des DRK-Kreisverbandes Lausitz e. V. untergebracht sind.
Zweitgrößte Wache im Landkreis
Die Rettungswache Lauchhammer ist die zweitgrößte Rettungswache im Landkreis Oberspreewald-Lausitz und zugleich eine von drei Lehrrettungswachen. Derzeit arbeiten dort 40 Mitarbeiter, darunter fünf Auszubildende. Zudem gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Standort Jannowitz.
Jährlich absolvieren die Einsatzkräfte rund 4.530 Einsätze. Zum Fuhrpark gehören ein Notarzteinsatzfahrzeug, zwei Rettungswagen, ein Reserve-Rettungswagen sowie ein Krankentransportwagen einschließlich Reservefahrzeug.
Rettungsdienst und Katastrophenschutz unter einem Dach
Herzstück des Neubaus ist eine Fahrzeughalle für den Rettungsdienst mit sechs Stellplätzen sowie einer separaten Waschhalle. Hinzu kommen Aufenthalts-, Ruhe- und Diensträume, ein Notarztraum, Umkleide- und Sanitärräume, Lagerflächen und technische Betriebsräume. Insgesamt ist der Standort für bis zu 45 Mitarbeiter im Schichtdienst ausgelegt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der engen Verzahnung von Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Auch die für den südlichen Landkreis zuständige Schnelleinsatzeinheit Sanität des DRK-Kreisverbandes Lausitz e. V. wird dort ihren Standort haben. Für diese Einheit stehen ebenfalls moderne Aufenthalts-, Umkleide- und Sanitärräume sowie Lagerflächen bereit. Eine separate Fahrzeughalle bietet Platz für sechs Einsatzfahrzeuge des Katastrophenschutzes. Der Umzug der SEE Sanität soll in den kommenden Wochen erfolgen.
„Mit der neuen Rettungswache verbessern sich unsere Arbeitsbedingungen in vielerlei Hinsicht. Die funktional geplanten Räumlichkeiten, kurze Wege sowie die moderne Ausstattung erleichtern unseren Arbeitsalltag spürbar“, sagt Wachleiterin Kathrin Feike.
Fotos: Landkreis OSL/Sarah Werner
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