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Kupfer Spremberg: KSL plant neu
Inforaum zum Bergwerk, Verfahren bleibt offen vor Ort
In Spremberg wirbt KSL Kupferschiefer Lausitz weiter für den geplanten Kupferabbau und betont zugleich: Das Bergwerk ist nicht beschlossen. Geschäftsführer Blas Urioste sagt, das Unternehmen habe sein Projekt in wichtigen Punkten verändert. Derzeit läuft die Raumverträglichkeitsprüfung. Eine Genehmigung oder ein Baurecht entstehen dadurch noch nicht.
Geplant ist ein Untertagebergwerk bei Spremberg mit Aufbereitung des Erzes vor Ort. Die Förderung könnte laut KSL Mitte der 2030er Jahre beginnen. Gebaut werde erst, wenn alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen.
Kupfer als wirtschaftliches Argument
Nach Angaben des Unternehmens liegen bei Spremberg rund 1,5 Millionen Tonnen Kupfer. KSL bezeichnet das Vorkommen als eines der bedeutenden in Europa. Urioste verweist auf den hohen Bedarf für Maschinen, Autos, Gebäude, Rechenzentren, Smartphones und andere strombasierte Technik. Deutschland verbrauche viel Kupfer, fördere aber selbst keines.
Für Spremberg stellt KSL langfristige Industriearbeitsplätze in Aussicht. Davon könnten laut Unternehmen auch regionale Firmen profitieren. Mindestens ein Viertel der Investitionen und laufenden Ausgaben könne in der Region verbleiben. Zudem verweist KSL auf mögliche Effekte für Wertschöpfung und Steuereinnahmen.
Wasser, Bodensenkungen und Kontrolle
Ein zentrales Thema in Spremberg bleibt der Schutz des Trinkwassers. Laut Urioste wird das von mehreren unabhängigen Fachleuten untersucht. Entscheidend seien Messdaten, Gutachten und technische Lösungen. Wenn der Schutz des Trinkwassers im späteren Genehmigungsverfahren nicht nachgewiesen werden kann, werde das Bergwerk nicht genehmigt.
Auch bei der Kontrolle eines möglichen Betriebs verweist KSL auf die Behörden. Genannt werden Auflagen, Messnetze, Grenzwerte und Eingriffsmöglichkeiten, falls etwas nicht stimmt.
Das Unternehmen grenzt sein Vorhaben vom Braunkohletagebau ab. Geplant sei kein Tagebau, sondern ein Bergwerk in 850 m bis 1.300 m Tiefe. Urioste räumt aber ein, dass auch ein Untertagebergwerk Risiken habe. Dafür sollten erprobte technische Lösungen eingesetzt werden.
Zu möglichen Bodensenkungen sagt KSL, Senkungen von mehreren Metern seien nach heutigem Abbaukonzept nicht realistisch. Das Unternehmen verweist auf die geplante Rückverfüllung der Hohlräume. Die aktuellen Berechnungen würden noch geprüft und müssten den Behörden vorgelegt werden. Auch für Hauseigentümer sehe man nach heutigem Stand keinen Anlass, pauschal von Risiken auszugehen. Maßgeblich bleibe die behördliche Prüfung der finalen Gutachten.
Verfahren mit mehreren Schritten
Nach Darstellung von KSL kann weder das Unternehmen noch die Politik das Vorhaben einfach beschließen. Auf die laufende Raumverträglichkeitsprüfung würde ein mehrjähriges Planfeststellungsverfahren mit Beteiligung der Öffentlichkeit folgen. Danach müssten die Betriebspläne regelmäßig genehmigt und der Betrieb fortlaufend überwacht werden.
Urioste sagt außerdem: Wenn Gutachten ergeben, dass bestimmte Risiken nicht beherrschbar sind, müsse KSL das Projekt verändern. Gelinge das nicht, könne das Bergwerk nicht gebaut werden.
Inforaum beim Heimatfest geöffnet
KSL sucht nach eigenen Angaben bewusst das direkte Gespräch mit den Menschen vor Ort. Dazu hat das Unternehmen einen Inforaum am Marktplatz eröffnet.
Beim Spremberger Heimatfest ist KSL mit einem eigenen Stand vor dem Inforaum, Am Markt 5, von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr präsent.
„Bewahren Sie sich Ihre Skepsis. Ein Projekt wie dieses braucht kritische Begleitung“, sagt Geschäftsführer Blas Urioste.
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