L.o Redaktion | Landkreis Elbe-Elster
RegioStrat startet in Herzberg
Drei Länder planen Folgen von rund 700 neuen Dienstposten.
Im Bürgerzentrum Herzberg (Elster) ist am Donnerstag, 24. September, das Projekt Strategische Regionalentwicklung, kurz RegioStrat, gestartet. Vertreter aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen wollen gemeinsam klären, wie sich die Region auf den Ausbau des Bundeswehrstandorts Schönewalde/Holzdorf vorbereiten kann.
Kern des Projekts ist ein Strategisches Regionales Entwicklungskonzept. Es soll konkrete Maßnahmen benennen, die über Ländergrenzen hinweg umgesetzt werden können. Der Landkreis Elbe-Elster ist Zuwendungsempfänger und federführender Projektpartner. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gefördert.
An der Auftaktveranstaltung nahmen Vertreter der beteiligten Landkreise, Städte und Gemeinden, regionaler Planungsstellen, des Bundeswehrstandorts Schönewalde/Holzdorf und des Bundeswehrdienstleistungszentrums Doberlug-Kirchhain teil. Susann Kirst, Beigeordnete und Dezernentin für Ordnung und kreisliche Entwicklung, begrüßte die Teilnehmer. Projektleiter Lukas Zscherneck moderierte das Treffen.
Rund 700 zusätzliche Dienstposten
Anlass für die Zusammenarbeit ist vor allem der geplante Ausbau des Bundeswehrstandorts. Nach Angaben der Bundeswehr wird mit rund 700 zusätzlichen Dienstposten gerechnet. Welche Folgen dies für die Region hat, hängt unter anderem davon ab, wie viele Beschäftigte vor Ort wohnen oder zu ihrer Dienststelle pendeln.
In die Planungen wird auch Doberlug-Kirchhain einbezogen. Dort betreibt die Heeresinstandsetzungslogistik GmbH eines von drei Instandsetzungswerken für die Bundeswehr. Das Werk soll im Zuge des Standortausbaus ebenfalls seine Kapazitäten erweitern.
Sechs Handlungsfelder vereinbart
Für die weitere Zusammenarbeit wurden sechs Themenbereiche festgelegt:
- Wohnraum und Flächenentwicklung
- Technische Infrastruktur, Mobilität und Verkehr
- Soziale Infrastruktur, Bildung und Daseinsvorsorge
- Wirtschaft, Gewerbe und Fachkräfte
- Zivilverteidigung, Immissionen und Einschränkungen
- Regionale Identität und Integration
Die Netzwerkpartner brachten Erfahrungen, Bedarfe und Bedenken aus ihren Regionen ein. Daraus sollen gemeinsame Herausforderungen abgeleitet sowie konkrete Maßnahmen entwickelt und nach Bedeutung geordnet werden.
Für die weitere Arbeit sind eine Steuerungsgruppe und bei Bedarf zusätzliche Arbeitskreise vorgesehen. In Fachworkshops sollen die sechs Handlungsfelder vertieft werden. Das Entwicklungskonzept soll die Planungen der beteiligten Kommunen und Länder aufeinander abstimmen und frühzeitig Antworten auf zusätzliche Anforderungen an Wohnen, Verkehr, Infrastruktur und Wirtschaft liefern.
Fotos: Pressestelle Kreisverwaltung/Tilo Wanka
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