L.o Redaktion | Landkreis Elbe-Elster
„Weg wie warme Semmeln“
Brotmarkt in Zeischa sprengt alle Erwartungen
Zeischa hat beim 30. Naturparkfest einen Besucherandrang auf den Brotmarkt erlebt, der selbst die Organisatoren überrascht hat. Am Freitag, 04.07. waren beim zweiten Brotmarkt nach kurzer Zeit viele Angebote vergriffen. Vor allem regionale Brote und süße Backwaren waren stark gefragt.
Nach Angaben der Veranstalter zog der Markt Besucher weit über die Kreisgrenzen hinaus an. Einige Gäste kamen demnach sogar aus Berlin nach Zeischa, weil sie vorab vom Brotmarkt gelesen hatten.
Vier Bäckereien, lange Schlangen, leere Körbe
Am Brotmarkt beteiligten sich vier regionale Bäckereien. Schon kurz nach der Mittagszeit war der erste Stand ausverkauft. An einem Stand wurde laut Veranstaltern die fünffache Menge des sonst auf Märkten üblichen Brotverkaufs erreicht, an einem anderen wurden 250 Brote verkauft. Auch ein XXL-Brot wurde vollständig verkostet.
Neben herzhaften Broten waren auch süße Backwaren sowie frische Briegel stark gefragt. Nicht alle Besucher gingen am Nachmittag noch mit einem Einkauf nach Hause, weil mehrere Angebote bereits vergriffen waren.
„Als ich sah, wie lang die Schlangen in kürzester Zeit wurden, hüpfte mein Herz, und ich bekam Gänsehaut“, sagte Marketingkoordinatorin Janine Niederstraßer. „Diese enorme Nachfrage zeigt, dass die Menschen keine genormte Massenware wollen, sondern das echte Erlebnis und die Gesichter hinter dem Handwerk.“
Austausch unter den Handwerksbetrieben
Nach Angaben der Veranstalter blieb es nicht nur beim Verkauf. Hinter den Ständen kamen die Bäcker miteinander ins Gespräch und tauschten sich über Möglichkeiten gegenseitiger Unterstützung aus.
„Der Brotmarkt beweist eindrucksvoll, welche Kraft in regionalen Netzwerken steckt, wenn man sie modern und nahbar präsentiert“, sagte Sandra Scharff, Verantwortliche für das Regionalsiegel.
Auch Blumenkränze und Fotobox stark gefragt
Neben dem Brotmarkt stieß auch das Begleitangebot auf große Resonanz. Am Stand des Blütenmädchens wurden alle Blumen für handgebundene Haarkränze verarbeitet. Zudem war die historische Fotobox stark genutzt. Viele Besucher nahmen einen gedruckten „Mondsichel Kurier“ als Erinnerung mit nach Hause.
Mondsichel bleibt in Zeischa
Fest steht nach dem Naturparkfest auch: Das markante Holztor, die Mondsichel, bleibt als dauerhaftes Geschenk im Ort Zeischa. In den kommenden Wochen soll es an einen neuen Platz versetzt werden. Wo genau, ist noch offen.
Der Brotmarkt soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Der künftige Veranstaltungsort steht nach Angaben der Organisatoren allerdings noch nicht fest.
Fotos Social Media Team/ Philipp Strelitz
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