L.o Redaktion | Stadt Bischofswerda
Bischofswerda plant 800-Jahr-Feier
Für das Festjahr 2027 bereiten mehr als 50 Ehrenamtliche ein Programm aus Veranstaltungen, Aktionen und Projekten vor. Auch Vereine und Einwohner wirken mit.
Bischofswerda feiert 2027 seine erste urkundliche Erwähnung vor 800 Jahren. Für das zwölfmonatige Festprogramm sind Veranstaltungen, Aktionen und Projekte geplant. Mehr als 50 Ehrenamtliche arbeiten bereits in zehn Arbeitsgruppen an den Vorbereitungen.
Die Gruppen befassen sich unter anderem mit Sponsoring, Öffentlichkeitsarbeit, Angeboten für Kinder und Jugendliche, Sport und der Programmgestaltung. Auch ein eigener Schiebocker Podcast soll entstehen. Vereine, Institutionen, Unternehmen und Einzelpersonen können den Veranstaltungskalender mit eigenen Ideen und Projekten ergänzen.
Oberbürgermeister Prof. Dr. Holm Große dankte den ehrenamtlichen Helfern. Das Festjahr solle nicht nur gefeiert, sondern gemeinsam von der Stadtgesellschaft gestaltet werden. Sascha Hache, Leiter des Festkomitees, verwies ebenfalls auf den breiten Einsatz der Ehrenamtlichen.
Traditionelle und neue Formate
Das Programm soll Tradition und moderne Veranstaltungsformen verbinden. Genannt werden das Schiebock-Rennen sowie eine erste große Silvesterparty auf dem Altmarkt. Weitere feste Höhepunkte sollen durch Veranstaltungen aus der Stadtgesellschaft ergänzt werden.
Für das Jubiläum sind nach Angaben der Organisatoren bereits mehr als 117.000 € an Sponsoringleistungen zusammengekommen. Neben Unternehmen können auch Privatpersonen das Festjahr mit Spenden unterstützen.
Stadtgeschichte reicht bis 1227 zurück
Bischofswerda wurde am 26. März 1227 erstmals urkundlich erwähnt und darf sich seit 1361 offiziell Stadt nennen. Der Ort war zuvor sorbisch besiedelt und wurde zwischen 970 und 1076 durch die Bischöfe von Meißen ausgebaut. In seiner Geschichte wurde Bischofswerda mehrfach von Bränden, der Pest und kriegerischen Ereignissen getroffen.
Das heutige Stadtbild geht wesentlich auf den Wiederaufbau nach dem großen Brand vom 12. Mai 1813 zurück. Dazu gehören der mittelalterliche Stadtkern, das 1818 im klassizistischen Stil errichtete Rathaus, der Paradiesbrunnen und die Bürgerhäuser am historischen Altmarkt.
Der umgangssprachliche Name „Schiebock“ bezieht sich vermutlich auf schubkarrenähnliche Gefährte, die einst während der Messe- und Handelstage auf dem Altmarkt standen und das Stadtbild prägten.
Ein Überblick zu den Veranstaltungen im Festjahr
Silvester auf dem Altmarkt
Mit einer großen Silvesterparty startet Bischofswerda in das Festjahr zum 800-jährigen Stadtjubiläum. Am Donnerstag, 31. Dezember 2026, verwandelt sich der historische Altmarkt ab 18 Uhr in eine große Open-Air-Bühne. Für den musikalischen Auftakt sorgen die Queen-Tribute-Show MerQury und die bekannte Partyband Jolly Jumper. Den Höhepunkt des Abends bildet ein großes Silvesterfeuerwerk. Die erste öffentliche Silvesterfeier in Bischofswerda wird von Träber Events ausgerichtet. Damit verspricht der Jahreswechsel nicht nur einen stimmungsvollen Start ins neue Jahr, sondern zugleich einen besonderen Auftakt für das 800-jährige Jubiläum der Stadt.
Der Ticketvorverkauf startet am Dienstag, den 15. September 2026, über eventim.de sowie lokalen Vorverkaufsstellen in der Region. In Kürze wird es auch vor Ort, u.a. im Bürger- und Tourismusservice Karten geben.
Theater auf der Waldbühne: „Der Kniefall von Bischofswerda“
Ein besonderer Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist das Theaterstück „Der Kniefall von Bischofswerda“ auf der Waldbühne sein. Vom 20. August bis zum 12. September 2027 wird die Geschichte rund um die erste urkundliche Erwähnung unserer Stadt zum Leben erweckt. Auf der Bühne treen Bischöfe von Meißen, kirchliche Amtsträger, Ritter und Knappen, Knechte und Mägde aufeinander – und natürlich auch die Menschen aus Bischofswerda und den umliegenden Orten.
Initiator des Stückes ist Uwe Hänchen – „Oberhäuptling“ der Spielgemeinschaft „Gojko Mitic“ e.V. Er hat das Projekt maßgeblich auf die Beine gestellt, das Skript- und Regiebuch geschrieben, Mitstreiter und Verbündete gesucht und die Schauspielerinnen und Schauspieler für das Stück gewonnen.
Erste Veranstaltung im neuen Kommunal- und Kulturzentrum: Festakt mit exklusivem Jubiläumssong
Ein besonderer Höhepunkt der Feierlichkeiten ist die Festveranstaltung am 5. Juni 2027 im großen Saal des neuen Kommunal- und Kulturzentrums. Der Festakt im ehemaligen Kulturhaus bildet zugleich die feierliche Premierennutzung des Saals nach dem Umbau. Für einen musikalischen Gänsehautmoment sorgt der Schülerchor des Gymnasiums Bischofswerda mit einem eigens für das Stadtjubiläum einstudierten Song über ihre Heimatstadt. Erarbeitet wird das Stück gemeinsam mit Felix Räuber, dem ehemaligen Frontsänger der Band Polarkreis 18, der das Projekt begleitet und am Festabend ebenfalls persönlich vor Ort sein wird.
Farbenfroh durch die Jahreszeiten: Der große Festumzug
Der große Festumzug zum 800. Geburtstag Bischofswerdas am Sonntag, 6. Juni 2027, wird ein absoluter Höhepunkt des Stadtjubiläums. Unter dem Motto „Durch die vier Jahreszeiten“ verwandeln liebevoll gestaltete Schaubilder durch Vereine, Schulen, Unternehmen und Aktive die Straßen in ein farbenfrohes Spektakel. Von Frühling bis Winter erzählen die Bilder zahlreiche Schiebocker Geschichten von Tradition, Gemeinschaft und Wandel. Die Organisation liegt dabei in erfahrenen Händen: Der ehemalige Kulturamtsleiter Hartmut Schaar leitet die eigens dafür eingerichtete Arbeitsgruppe.
Eine Festwoche, vier Impulse: So feiert Bischofswerda in der Festwoche
Die Festwoche vom 05. bis 13. Juni 2027 wird bewusst neue Wege gehen und sich von einem klassischen Stadtfest unterscheiden. Die konzeptionellen Grundlagen dafür wurden von Norman Reitner gemeinsam mit der AG Programm erarbeitet.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht die möglichst große Zahl einzelner Programmpunkte, sondern eine gemeinsame Erzählung: An den Festtagen soll die Stadt ihre Geschichte, ihre Gegenwart und ihren Blick in die Zukunft feiern. Die Festwoche folgt dabei einer klaren inhaltlichen Dramaturgie. Die Leitmotive Wurzeln, Gemeinschaft, Vielfalt und Zukunft bilden die übergeordnete Klammer. Musik, Kultur, Begegnung und gemeinsame Aktionen werden miteinander verbunden.
Das Programm reicht von oenen Podiumsdiskussionen und einer riesigen Tanzaktion auf dem Altmarkt über musikalische Highlights – darunter eine Ostrock-Tribute-Show, ein großes Mitsing-Event und Konzerte von international bekannten Kultstars der 80er- und 90er-Jahre, wie Sydney Youngblood. Den Abschluss der Festwoche bildet zudem das traditionelle Schiebock-Rennen mit neuen Wettkampormaten und eine große Abschlussparty unter dem Motto „Schiebock gemeinsam in die Zukunft“.
Zweite Bühne, eigenständiges Konzept: Der Beattruck rollt an
Neben der Hauptbühne auf dem Altmarkt erwartet die Gäste während der Festwoche ein völlig neues Veranstaltungsgelände mit ganz eigenem Charakter. Im Mittelpunkt steht der „Beattruck“ – ein rund 50 Jahre alter, zwölf Tonnen schwerer IFA-W50, der als mobile Festivalbühne Clubkultur, elektronische Musik und Festivalair nach Bischofswerda bringt. Statt einer klassischen Bühne liefert das Team ein eigenes artistisches Netzwerk mit nationalen sowie internationalen Acts. Bespielt wird das Areal im Wechsel mit einer gegenüberliegenden Live-Bühne – unter anderem mit dem „Rockbiergarten“ am Freitag, der mit zahlreichen Live-Bands für echte Festivalatmosphäre sorgt.
Bischofswerda kommt in Bewegung!
Am Wochenende vom 25. bis 27. Juni 2027 wird es sportlich. Die Bischofswerdaer Sportvereine haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam besondere sportliche Höhepunkte auf die Beine zu stellen. Ob spannende Turniere, erstmals ausgetragen im Rahmen des „Schiebock-Cups“, oder Mitmachangebote für die ganze Familie – Sport, Gesundheit und Spaß stehen im Mittelpunkt und machen das Jubiläumsjahr aktiv erlebbar. Damit wollen die Vereine die ganze Vielfalt des Sports in unserer Stadt zeigen, Menschen jeden Alters für Bewegung begeistern und natürlich auch den Zusammenhalt unserer Sportgemeinschaft stärken.
Herbstmarkt, historischer Handwerkermarkt und Biermeile
Nach einer kurzen Sommerpause verwandelt sich der Altmarkt am 11. und 12. September in eine lebendige Kulisse für traditionelle Handwerkskunst und regionalen Genuss: Ein historischer Handwerkermarkt lädt gemeinsam mit einer integrierten Biermeile zum Entdecken und Verweilen ein. Rund ein Dutzend ausgewählte Kleinbrauereien präsentieren dabei eine Vielfalt handwerklich gebrauter Bierspezialitäten und bieten den Besucherinnen und Besuchern die Gelegenheit, regionale Braukunst in stimmungsvoller Atmosphäre zu erleben. Ein besonderer Anreiz liegt dabei im Mitwirken des Publikums: Im Rahmen einer Besucherbefragung können die Gäste ihre Favoriten bewerten und somit aktiv darüber entscheiden, welche Braukünste bei der anschließenden Prämierung ausgezeichnet werden.
Apropos Bier: Festbier für 2027
Anlässlich des großen Jubiläumsjahres 2027 dürfen sich Genießerinnen und Genießer auf ein ganz besonderes Festbier freuen, für das eigens ein neues Rezept kreiert wird. Das exklusiv vom Brauhaus am See in Sohland gebraute Festbier wird bei verschiedenen Veranstaltungen des Festjahres ausgeschenkt – die Gesamtmenge ist symbolisch auf 800 Liter limitiert.
Stimmen, die bewegen: Der Podcast zum Jubiläum
Ab Oktober 2026 lässt der Podcast „Schiebock 800 – Klein_stadt ganz groß“ die Menschen zu Wort kommen, die Bischofswerda bewegen. Einmal im Monat – oft passend zu den Highlights des Festjahres – geht es um echte Geschichten aus Ehrenamt, Kultur, Wirtschaft und Politik. Das Format verzichtet auf künstliche Heldenporträts und zeigt stattdessen ganz ungeschminkt, wie die Leute hier ticken: Was sie antreibt, was sie beschäftigt und wie sie Bischofswerda gemeinsam anpacken.
Den vollständigen Veranstaltungskalender mit allen Informationen ist online unter www.800jahre.bischofswerda.de einsehbar.
Stimmen der Bischofswerdaer Premiumsponsoren
Taylor Air, Ralf Schneider
„Bischofswerda ist für mich weit mehr als nur meine Heimatstadt – hier bin ich aufgewachsen, hier liegen meine Wurzeln und hier fühle ich mich bis heute zu Hause. Als Schiebocker ist es für mich selbstverständlich, mich für die Stadt und die Menschen, die hier leben, zu engagieren und etwas zurückzugeben. 800 Jahre Bischofswerda sind ein außergewöhnliches Jubiläum, auf das wir gemeinsam stolz sein können. Deshalb ist es für mich eine Herzensangelegenheit, dieses besondere Festjahr mit TaylorAir zu unterstützen und gemeinsam mit vielen anderen dazu beizutragen, dass es für unsere Stadt unvergesslich wird.“ Ralf Schneider, TaylorAir
Zum Unternehmen:
Bei TaylorAir in Bautzen wird der Traum vom Fliegen zum Erlebnis. In einem detailgetreuen Nachbau eines Airbus-A320-Cockpits übernehmen die Gäste selbst das Steuer – ohne Vorkenntnisse. Der in der Oberlausitz einzigartige Flugsimulator begeistert mit originalgetreuen Instrumenten und Funktionen, realistischen Geräuschen sowie einer beeindruckenden 180°-Rundumsicht in brillanter 4K-Auösung. Flughäfen, Wetterbedingungen und sogar Notfallsituationen sorgen dafür, dass jeder Flug zu einem neuen Erlebnis wird. Bis zu vier Begleitpersonen können das Geschehen im Cockpit live miterleben.
PTH Group, Heiko Ronge
„Bischofswerda ist für die PTH Group weit mehr als nur ein Unternehmensstandort. Hier liegen unsere Wurzeln, hier sind wir gewachsen. Das 800-jährige Stadtjubiläum ist ein besonderer Anlass, die Geschichte, die Menschen und den Zusammenhalt unserer Region zu feiern. Deshalb unterstützen wir das Festjahr sehr gerne und möchten dazu beitragen, dieses Jubiläum zu einem unvergesslichen Erlebnis für die Bürgerinnen und Bürger sowie die vielen Gäste der Stadt zu machen.“ Heiko Ronge, PTH Group
Zum Unternehmen:
Die PTH Group gehört zu den führenden Franchise- und Retail-Unternehmen in Deutschland und betreibt Stores international renommierter Fashion-, Lingerie- und Sportmarken. Mit mehreren hundert Mitarbeitenden an zahlreichen Standorten verbindet die Unternehmensgruppe wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher Verantwortung. Als Unternehmen mit Wurzeln in Bischofswerda engagiert sich die PTH Group aktiv für die Region und unterstützt Projekte, die Gemeinschaft, Identität und Zusammenhalt stärken.
Familie John, Butterberg GmbH
„800 Jahre Bischofswerda – ein beeindruckendes Stück Geschichte und ein ganz besonderer Anlass, den wir vom Berggasthof Butterberg von Herzen unterstützen. Wir sind seit vielen Jahren Teil dieser Region und freuen uns, unseren Butterberg mit Bischofswerda und den Menschen hier vor Ort verbunden zu wissen. Deshalb möchten wir dieses besondere Jubiläum nicht nur als Zuschauer erleben, sondern aktiv unterstützen und mitgestalten.“ Heidi und Karl-Heinz John, Butterberg
Zum Unternehmen:
Berggasthof Butterberg – ein Ort mit Geschichte
Der Butterberg gehört zu Bischofswerda – und hat selbst eine lange Geschichte zu erzählen. Bereits 1856 ist ein Kegelwettstreit auf dem Butterberg überliefert. Die Freude an Geselligkeit und gemeinsamer Zeit hat hier eine lange Tradition. Auf 385 Metern Höhe ist der Butterberg ein besonderer Ort für Begegnung, Genuss und gesellige Stunden. Seit der Neuerönung des Berggasthofs im Juni 2001 wird diese Tradition weitergeführt und mit zeitgemäßer Gastronomie verbunden. Ob bei regionaler Küche, Familien- und Firmenfeiern mit Übernachtung, Veranstaltungen oder einem gemütlichen Aufenthalt – der Berggasthof Butterberg ist ein Ort, an dem Menschen gerne zusammenkommen. Ein Stück Geschichte. Ein Ort für heute. Ein Teil von Bischofswerda.
Seite 5 von 5
Fotos: Stadt Bischofswerda
Ähnliche Beiträge
Bildung & Wissenschaft
Neue Bücher für Cottbuser Jugendfeuerwehr
Gesellschaft
Tierheim Cottbus an Belastungsgrenze
Gesellschaft
Familiennetzwerk in Elbe-Elster
Gesellschaft
Cottbus feiert den 34. Weltkindertag
Gesundheit
Krebspräventionswoche in Görlitz
Verkehr & Infrastruktur
Zwei Vollsperrungen in Brieske
Kommunales
Bauaufsicht aktualisiert Software
Kommunales
Wirtschaftsministerin besucht Beeskow
Bildung & Wissenschaft
Gesine Grande weitere 6 Jahre BTU-Präsidentin
Kommunales
Rosenstädte tagen in Forst
Kommunales
Kreis Görlitz: Führerschein tauschen
Bildung & Wissenschaft
KI-Initiative in Cottbus eröffnet
110, 112
Forster Schlagballspieler gestohlen

