L.o Redaktion | BTU Cottbus-Senftenberg
Gesine Grande weitere 6 Jahre BTU-Präsidentin
Die zweite Amtszeit beginnt am 1. Oktober 2026
Gesine Grande kann am 1. Oktober 2026 ihre zweite Amtszeit als Präsidentin der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) antreten. Wissenschaftsministerin Manja Schüle überreichte ihr dafür am 14. September die Ernennungsurkunde bei einer kleinen Zeremonie im Büro der Präsidentin.
Senat stimmte im Mai für Grande
Der akademische Senat der Universität hatte Grande am 7. Mai 2026 mit absoluter Mehrheit als Präsidentin wiedergewählt. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Grande war erstmals 2020 zur Präsidentin der BTU gewählt worden.
Die erneute Ernennung bezeichnete Grande als große Wertschätzung für die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit in den vergangenen Jahren. Sie wolle mit dem Präsidium, den Mitgliedern der Universität und deren Partnern auf dem Erreichten aufbauen und neue Ziele verfolgen.
Für die kommende Amtszeit nannte sie die Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandorts, den Aufbau exzellenter Forschungsschwerpunkte und eine bessere Positionierung der BTU im nationalen und internationalen Wettbewerb. Dabei wolle sie wissenschaftlichen Anspruch und Verantwortung für die Lausitz zusammenbringen.
Ministerin würdigt Entwicklung der Hochschule
Schüle hob Forschungsprojekte und Kooperationen mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft hervor. Sie bezeichnete die BTU als starken Motor des Strukturwandels in der Lausitz. Mit neuen Studiengängen wie dem Lehramtsstudium und den Hebammenwissenschaften habe die Universität ihr Profil geschärft.
Die Ministerin verwies außerdem darauf, dass die BTU als eine der ersten Hochschulen in Deutschland ein Handlungskonzept gegen rechtsextreme Einflussnahme entwickelt und eine Monitoringstelle eingerichtet habe. Auch seien die Studierendenzahlen entgegen dem Bundesstrend wieder gestiegen.
Diese Entwicklung schrieb Schüle Grande gemeinsam mit einem engagierten Team und vielen Partnern zu. Sie hätten der zweitgrößten Hochschule und einzigen Technischen Universität Brandenburgs Strahlkraft und Schub gegeben, erklärte die Ministerin.
Von der Psychologie zur Hochschulleitung
Die 1964 geborene Grande studierte Psychologie an der Universität Leipzig. Sie wurde 1997 in Bielefeld als Doctor of Public Health promoviert und habilitierte sich 2012 an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig.
Sie war Professorin an der Hochschule für Wirtschaft, Technik und Kultur Leipzig (HTWK) sowie an der Universität Bremen. Vor ihrem Wechsel an die BTU leitete sie die HTWK Leipzig für eine Amtszeit als Rektorin.
Grande ist unter anderem Vereinsvorsitzende des Lausitz Science Network und Vorsitzende des Kuratoriums der Max Grünebaum-Stiftung. Zudem gehört sie dem Kuratorium der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz an.
Mit der Übergabe der Ernennungsurkunde ist der planmäßige Beginn ihrer zweiten sechsjährigen Amtszeit zum 1. Oktober 2026 vorbereitet.
Foto: BTU / Sascha Thor
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