L.o Redaktion | btu Cottbus Senftenberg
BTU startet Sorbisch-Lehramtsstudium
Fünf Studenten beginnen die Ausbildung in Senftenberg.
An der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) beginnt zum Wintersemester 2026/27 erstmals die Ausbildung für das Unterrichtsfach Sorbisch/Wendisch im Bachelorstudium Lehramt Primarstufe. Die ersten fünf Studenten wurden am Donnerstag, 08.10.2026, am Campus Senftenberg/Zły Komorow begrüßt. Das neue Angebot soll zur Ausbildung dringend benötigter Niedersorbisch-Lehrkräfte für Grundschulen in der Niederlausitz beitragen.
Die fünf Studienanfänger haben sich für die Fächerkombinationen Mathematik – Sorbisch/Wendisch oder Deutsch – Sorbisch/Wendisch entschieden. Sie gehören zu insgesamt 138 Erstsemestern im Grundschullehramt an der BTU. Dort stehen inzwischen 13 Fächerkombinationen zur Wahl.
Nach der gemeinsamen Begrüßung durch die Lehrenden unter Leitung von Prof. Maximilian Piotraschke folgte die Einführung in das Fach Sorbisch. Dabei lernten die Studenten auch ihre Dozentin Julia Běrink kennen, die vom Sorbischen Institut an die BTU gekommen ist.
Zwölf Studienplätze pro Jahr geplant
Mit dem neuen Fachangebot gibt es erstmals im sorbischen/wendischen Siedlungsgebiet Brandenburgs ein grundständiges Lehramtsstudium für Niedersorbisch an Grundschulen. An der Entwicklung wirkten das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, der Rat für Angelegenheiten der Sorben/Wenden, das Sorbische Institut sowie Kommunen und Schulen in der Niederlausitz mit.
Geplant sind jährlich zwölf Studienplätze, jeweils sechs für die beiden Fächerkombinationen. Der Bachelorstudiengang verbindet das Studium mit schulischer Praxis und soll später in einem dualen Masterstudium fortgeführt werden. Die Praxiseinsätze werden gemeinsam mit den WITAJ-Schulen und Schulen gestaltet, die Sorbisch/Wendisch als Fremd- oder Zweitsprache anbieten.
Rund 400 Studenten im Grundschullehramt
Den Studiengang Lehramt Primarstufe eröffnete die BTU am Montag, 09.10.2023, in Senftenberg in Zusammenarbeit mit dem Brandenburger Wissenschaftsministerium und dem Bildungsministerium. Er soll dem hohen Bedarf an ausgebildeten Grundschullehrern im Land begegnen.
Inzwischen sind dort insgesamt rund 400 Studenten im Bachelor- und Masterstudium eingeschrieben. Sie arbeiten von Beginn an an ausgewählten Partnerschulen mit. Ergänzend vermittelt die Universität theoretisches und pädagogisches Wissen in sogenannten Lernwerkstätten.
Foto: BTU, Ralf Schuster
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