L.o Redaktion | Stadt Lübben
Lübbener Kinder bauen für die Natur
Neue Nistkästen für Vögel und Fledermäuse
In Lübben (Spreewald)/Lubin (Blota) bauen Kinder des Hortes der Liuba-Grundschule gemeinsam mit der Stadt und dem UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald Meisen- und Fledermauskästen. Die Aktion soll helfen, den Eichenprozessionsspinner auf natürliche Weise einzudämmen und zugleich Natur-, Klima- und Gesundheitsschutz im Stadtgebiet zu stärken.
Das Projekt läuft im Rahmen der Kinder- und Jugendbeteiligung JubeLN. Beteiligt sind das Klimaschutzmanagement der Stadt, der Baubetriebshof und das UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald, das das Material bereitstellt.
Reaktion auf starken Befall
Anlass ist der starke Befall zahlreicher Eichen im Stadtgebiet im Jahr 2026, unter anderem im Bereich der Liuba-Grundschule. Die Stadt setzt nach eigenen Angaben auf eine langfristige Strategie, um den Schädling ergänzend zu bisherigen Maßnahmen natürlicher zu regulieren.
Der Eichenprozessionsspinner ist nicht nur für Eichen problematisch, sondern auch für Menschen. Seine Raupen bilden feine Brennhaare mit dem Nesselgift Thaumetopoein. Diese können durch den Wind verbreitet werden und Hautreizungen, starken Juckreiz, Augenentzündungen sowie Atemwegsbeschwerden bis hin zu schweren allergischen Reaktionen auslösen.
Meisen und Fledermäuse als natürliche Helfer
Meisen zählen zu den wichtigsten natürlichen Fressfeinden der Raupen. Vor allem Kohl- und Blaumeisen verfüttern während der Jungenaufzucht große Mengen an Raupen und können so zur Verringerung der Population beitragen.
Auch Fledermäuse sollen helfen. Sie jagen in der Dämmerung und in der Nacht die ausgewachsenen Falter des Eichenprozessionsspinners und können damit dessen Fortpflanzung eindämmen. Die Nist- und Fledermauskästen ergänzen damit bestehende Maßnahmen wie das Absaugen von Nestern durch Fachfirmen.
„Der starke Befall in diesem Jahr hat gezeigt, dass wir den Eichenprozessionsspinner nicht allein mit kurzfristigen Maßnahmen in den Griff bekommen. Deshalb setzen wir ergänzend auf das Anbringen von Nistkästen - einer naturnahen Lösung“, erklärt Klimaschutzmanager Mathias Wolff.
Projekt soll an der Schule weiterlaufen
Die Liuba-Grundschule will das Vorhaben nach dem Projekttag fortführen. Die Kästen sollen um und auf dem Schulgelände angebracht, regelmäßig beobachtet und in den Unterricht eingebunden werden.
Die Stadt bedankt sich bei den Projektpartnern, insbesondere beim Team des Baubetriebshofs, beim UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald für die Materialien sowie bei der Liuba-Grundschule mit ihrem Hort für das Engagement der Kinder und der pädagogischen Fachkräfte.
Foto: Stadt Lübben, B. Möbes
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