Modernisierung der Trichinenuntersuchungsstelle
Vorübergehende längere Bearbeitungszeiten bei Trichinenproben
Im Landkreis Dahme-Spreewald müssen Jäger und Menschen mit geplanten Hausschlachtungen vorerst mehr Zeit einplanen. Die Trichinenuntersuchungsstelle des Landkreises wird seit Anfang Juni umfassend modernisiert. Während der Bauarbeiten werden eingehende Proben vorübergehend in externen Laboren untersucht.
Für die Praxis bedeutet das: Die Bearbeitungszeiten und Freigabezeitpunkte verlängern sich. Der Landkreis verweist dazu auf die Regelungen im aktuellen Merkblatt zur Trichinenprobenentnahme durch Jäger.
Technik und Räume werden erneuert
Nach Angaben des Landkreises werden im Zuge der Baumaßnahmen technische Einrichtungen erneuert. Außerdem werden die Räume an aktuelle arbeits- und brandschutzrechtliche Anforderungen angepasst.
Solange die Arbeiten laufen, kann die Untersuchung nicht in der kreiseigenen Stelle erfolgen. Nach Abschluss des Umbaus soll der reguläre Betrieb dort wieder aufgenommen werden.
„Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, wird die Untersuchung der Trichinenproben wieder in der kreiseigenen Untersuchungsstelle durchgeführt. Über die Wiederaufnahme des regulären Betriebs werden wir zeitnah informieren“, sagt Carsten Brumme, Dezernent für Ordnung, Recht, Verbraucherschutz und Europaangelegenheiten.
Beratung bei Hausschlachtungen
Wenn sich durch die längeren Bearbeitungszeiten Probleme bei geplanten Hausschlachtungen ergeben, berät das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz. Ansprechpartner ist Paul Meisner, Telefon 03375 26-2163.
Warum die Untersuchung wichtig ist
In der Trichinenuntersuchungsstelle des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz werden Proben von frischem Fleisch untersucht, vor allem von Haus- und Wildschweinen, aber auch von Wildtieren wie Dachsen oder Waschbären. Geprüft wird, ob gesundheitsschädliche Trichinellen vorhanden sind.
Diese Untersuchung ist vor dem Verzehr bei allen für Trichinen empfänglichen Tierarten vorgeschrieben und dient dem Schutz der Verbraucher. Laut Landkreis werden in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bundesweit mit Abstand die meisten Trichinellen bei Wildschweinen festgestellt. Im Jahr 2025 kamen demnach 8 von 19 bestätigten Fällen in Deutschland aus Brandenburg. Bei Hausschweinen treten Nachweise wegen deutlich hygienischerer Haltungsbedingungen und der routinemäßigen Untersuchung aller Schlachtschweine nur noch sporadisch auf, in der Regel bei Kleinsthaltern.
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