5 Seen im Lausitzer Seenland verbunden
Neue Bootstouren zwischen Senftenberg und Großräschen möglich
Im Lausitzer Seenland werden am Montag, 29.06., fünf Tagebauseen zu einem schiffbaren Verbund zusammengeschlossen. Für Urlauber, Wassersportler und Ausflügler in der Lausitz entstehen damit neue Möglichkeiten auf dem Wasser zwischen Senftenberg und Großräschen.
Zum Verbund gehören Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See und Großräschener See. Die zusammenhängende Wasserfläche umfasst nach Angaben des Tourismusverbandes etwa 5.300 ha. Neu befahrbar sind ab Montag drei weitere Kanäle: der Sornoer Kanal zum Geierswalder See, der Rosendorfer Kanal zum Partwitzer See und der Ilse Kanal zum Großräschener See. Bereits zuvor waren der Koschener Kanal zwischen Senftenberger und Geierswalder See sowie der Barbara-Kanal zwischen Geierswalder und Partwitzer See schiffbar.
Start mit 5-Seen-Challenge
Den symbolischen Auftakt begleitet am Montag, 29.06., die 5-Seen-Challenge. Am Nachmittag sollen sich im 15-Minuten-Takt Schwimmer mit blauen Badekappen in die fünf Seen begeben. Anschließend wird anhand der Zahl der Schwimmer je See ermittelt, welches Gewässer den größten Zuspruch erhält. Laut Veranstaltern sind aktuell mehr als 3.000 Teilnehmer angemeldet.
„Die größte, von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft Europas nimmt Gestalt an“, sagt Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland.
Neue Wege für Bootstouren im Lausitzer Seenland
Mit der Öffnung der zusätzlichen Kanäle werden Fahrten von See zu See ohne Umsetzen des Bootes möglich. Das betrifft Motorboote, Hausboote, Segler und Wasserwanderer. Entlang der Ufer verbinden sich Marinas, Häfen und Ausflugsziele zu einem größeren Netz für Tages- und Wochenendtouren.
Eine mögliche Route ist eine Zweitagestour mit dem Motorboot vom Senftenberger See zum Großräschener See und zurück. Die Strecke ist insgesamt etwa 40 km lang. Auf dem Weg werden vier Kanäle und eine Schleuse passiert. Zu den genannten Zielen entlang der Route gehören der Rostige Nagel am Sedlitzer See, der LeuchtTurm am Geierswalder See sowie Seebrücke und Weinberg in Großräschen. Eine Übernachtung ist im Hafen am Großräschener See möglich.
Kurztouren und Fahrgastschiffe
Für kürzere Ausflüge nennt der Veranstalter zwei Tourenvorschläge:
- Senftenberger See bis Geierswalder See: Halbtagestour, etwa 16 km, Start und Ziel am Stadthafen Senftenberg.
- Senftenberger See bis Partwitzer See und Sedlitzer See: Tagestour, etwa 25 km, Start und Ziel am Stadthafen Senftenberg.
Auch Fahrgastschiffe sind auf den Seen unterwegs. Die MS Santa Barbara bietet Rundfahrten auf dem Senftenberger See an. Die MS Wilde Ilse fährt auf Sedlitzer See und Großräschener See. Die etwa 90 Minuten langen Ausflüge starten samstags und sonntags am Schiffsanleger im Hafen Großräschen. Ein markanter Abschnitt ist die Fahrt durch den 186 m langen Ilse-Kanal-Tunnel.
Neues Charter-Angebot am Sedlitzer See
Ab August soll am Hafen in der Sedlitzer Bucht der erste Bootscharter am Sedlitzer See eröffnen. Vorgesehen sind führerscheinfreie Hausboote mit 24 m² Fläche, die auch über Nacht gemietet werden können. Geplant sind Partyboote für bis zu 10 Mitfahrer sowie Mischboote für bis zu 8 Mitfahrer mit 4 Schlafplätzen. Grillen an Bord soll ebenfalls möglich sein.
Der Sedlitzer See ist mit 1.400 ha Wasserfläche der größte Freizeitsee der Region. Seit Ende April ist er zum Baden und Bootfahren freigegeben. Anlegen ist bereits jetzt im Hafen in der Sedlitzer Bucht, am Schwimmenden Steg und am Rostigen Nagel möglich.
Wichtige Hinweise für Wasserwanderer
- Geliehene Boote müssen immer zum jeweiligen Verleihort zurückgebracht werden.
- Segler müssen für Schleusen, Brücken und Tunnel ihren Mast umlegen können.
- Wegen möglicher Wartezeiten an Kanälen und starkem Wind auf offenen Wasserflächen sollten Fahrzeiten großzügig geplant werden.
- Bei muskelkraftbetriebenen Booten ist mit deutlich längeren Fahrzeiten zu rechnen.
- Sperrbereiche und Naturschutzgebiete sind zu beachten.
- Auf den fünf Seen ist Ankern außerhalb von Schutzgebieten erlaubt, in den Kanälen jedoch verboten.
- Im Notfall gelten die Rufnummern 110 und 112.
Foto: Wirtschaftsregion Lausitz, Niklas Arnold
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