Frischer Wind am Bahnhof Bischofswerda
Seit Februar sind Gleise 2 und 3 leichter erreichbar.
In Bischofswerda ist der Bahnhof seit Anfang Februar 2026 barrierefrei erreichbar. Zwei neue Aufzüge verbinden den Personentunnel mit den Bahnsteigen. Davon profitieren vor allem Reisende mit Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen, Fahrrad oder schwerem Gepäck.
Die Deutsche Bahn hat die Arbeiten nach eigener Mitteilung am Donnerstag, 25.06.2026 abgeschlossen. Neben dem Einbau der Aufzüge wurden auch der Tunnel, die Treppenhäuser und die Bahnsteigdächer saniert.
Mehr Komfort am Oberlausitzer Bahnknoten
Nach Angaben der DB wurden die beiden Aufzüge in die bestehende Bausubstanz eingebaut. Dafür musste im Personentunnel auf einer Seite eine Treppe zurückgebaut werden, um Platz zu schaffen.
Zusätzlich erhielt der Personentunnel einen neuen Fußboden, neue Wandfliesen, erneuerte Treppenstufen und eine neue Beleuchtung. Dadurch wirkt der Bereich heller und übersichtlicher.
Auch an den Bahnsteigdächern wurde gearbeitet. Die Dächer wurden saniert, die metallenen Dachstützen mit Korrosionsschutz versehen, neu gestrichen und teils zusätzlich verstärkt.
Treppenhaus denkmalgerecht erneuert
Das Treppenhaus auf Bahnsteig 2/3 wurde nach Vorgaben des Denkmalschutzes erneuert. Dabei entfernte die DB Glasflächen, sandstrahlte Metallstützen und Metallrahmen, versah sie mit Korrosionsschutz und strich sie neu. Rund 480 speziell angefertigte Glasfenster wurden von Hand montiert, damit sie sich in das historische Bild einfügen.
Längere Bauzeit für zusätzliche Arbeiten genutzt
Die DB teilte mit, dass sich die Bauzeit verlängert habe. Diese Zeit sei genutzt worden, um zusätzliche Sanierungsarbeiten im Tunnel, an den Treppenhäusern und an den Bahnsteigdächern umzusetzen. Ziel sei eine bessere Aufenthaltsqualität für Reisende.
„Der Einbau der beiden Aufzüge war anspruchsvoll. Daher bin ich froh, dass nun Reisende mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Fahrrad bequem zu den Zügen gelangen“, sagt Heiko Klaffenbach, Leiter Bahnhofsmanagement Dresden der DB InfraGO.
„Als Stadt Bischofswerda freuen wir uns über den barrierefreien Zugang zu den Gleisen 2 und 3“, erklärt Oberbürgermeister Prof. Dr. Holm Große. Er verweist darauf, dass sich die Stadt gemeinsam mit der Initiative „Bischofswerda Inklusiv“ über viele Jahre für die Installation der Fahrstühle eingesetzt habe.
Nach Angaben der DB InfraGO wurden gemeinsam mit dem Bund rund 10.000.000,00 € in das Projekt investiert.
Fotos: DB AG/Jörg Bönisch
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