Summer School Görlitz 2026
Junge Menschen arbeiten zu KI, NS-Geschichte und Medien.
In Görlitz findet von Samstag, 18.07.2026 bis Samstag, 01.08.2026 die internationale Summer School „AIdentity – The Past Through Modern Lenses“ statt. Das Projekt verbindet historisch-politische Bildung mit Fragen rund um Künstliche Intelligenz, digitale Medien und Erinnerungskultur.
Veranstalter ist der Meetingpoint Memory Messiaen e. V.. Geplant ist die Teilnahme von 25 jungen Erwachsenen aus Sachsen, Polen, Italien und der Ukraine. Die Summer School richtet sich an junge Menschen ab 16 Jahren.
Geschichte und KI gemeinsam im Blick
In Workshops, Exkursionen und kreativen Projektphasen setzen sich die Teilnehmer mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinander. Ein Schwerpunkt liegt auf der NS-Zwangsarbeit in Görlitz und dem Kriegsgefangenenlager Stalag VIII A.
Gleichzeitig geht es um den kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz und digitalen Medien. Die Teilnehmer entwickeln eigene Medienprodukte, darunter Podcasts, Videos, interaktive Karten, Augmented-Reality-Touren und KI-gestützte Visualisierungen. KI soll dabei als Werkzeug für Recherche, Analyse, Storytelling und Vermittlung genutzt werden.
Exkursionen und Quellenarbeit
Zum Programm gehören Workshops zu generativer KI, Medienkompetenz und KI-Ethik sowie historische Quellenarbeit. Außerdem sind Exkursionen zu Erinnerungsorten in Görlitz, Großschweidnitz und zur Gedenkstätte Groß-Rosen vorgesehen.
Die Teilnehmer befassen sich auch mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Desinformation, Rassismus und demokratischer Verantwortung. Daraus entstehen eigene kreative Projekte.
„Junge Menschen nutzen KI heute selbstverständlich. Umso wichtiger ist es, ihre Funktionsweisen, Grenzen und gesellschaftlichen Auswirkungen zu verstehen und kritisch zu reflektieren“, erklärt Projektleiter Mateusz Kowalinski.
Öffentliche Präsentation in Görlitz
Zum Abschluss ist in Görlitz eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse geplant. Dort stellen die Teilnehmer ihre Arbeiten vor und diskutieren mit Gästen aus Bildung, Kultur und Zivilgesellschaft darüber, wie eine demokratische Erinnerungskultur der Zukunft aussehen kann.
Die entwickelten Medienprodukte sowie ein begleitendes Projekthandbuch sollen anschließend als Open Educational Resources veröffentlicht werden. Schulen, Gedenkstätten und Bildungseinrichtungen können die Materialien dann langfristig nutzen und weiterentwickeln.
Fotos: Meetingpoint Memory Messiaen e. V. – Verein für Erinnerung, Bildung und Kultur
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