L.o Redaktion | Florian Oest
Neue Personalie zur Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden-Görlitz
Mehr Druck für den Ausbau der Verbindung nach Dresden.
Für die Oberlausitz und die Verbindung nach Dresden gibt es neue politische Unterstützung: Die sächsische Infrastrukturministerin Regina Kraushaar hat in Berlin die Schirmherrschaft für den Parlamentskreis zur Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden-Görlitz übernommen.
Das Gremium war Ende Juni auf Initiative der Bundestagsabgeordneten Florian Oest (CDU) und Kathrin Michel (SPD) gegründet worden. Beteiligt sind sächsische Abgeordnete von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Ziel ist es, die laufende Fortschreibung der Projektbewertung zu begleiten, sich für die Einstufung in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans einzusetzen und eine ausreichende Finanzierung des Vorhabens zu unterstützen.
Region drängt auf neue Bewertung
Nach Angaben des Ministeriums wird seit mehr als 20 Jahren über die Elektrifizierung der Strecke gesprochen. Sachsen habe die Vorplanung finanziert und eine aktuelle Verkehrsprognose erstellen lassen. Diese neue Prognose soll zeigen, dass die Bewertung aus dem Jahr 2018 die heutigen Bedingungen nicht mehr abbildet.
"Die neuen Fakten liegen auf dem Tisch. Jetzt muss daraus eine neue Bewertung werden - und am Ende eine Entscheidung. Für die Elektrifizierung der Bahnstrecke von Dresden nach Görlitz.", sagte Regina Kraushaar.
Derzeit ist die Strecke im Bundesverkehrswegeplan nur dem sogenannten Potenziellen Bedarf zugeordnet. Für die Aufnahme in den Vordringlichen Bedarf ist ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von mindestens 1,0 nötig. Die letzte Bewertung aus dem Jahr 2018 kam auf 0,7.
Bedeutung für Oberlausitz und Polen
Florian Oest verwies auf die Bedeutung einer schnellen Verbindung zwischen der Oberlausitz und Dresden für die Entwicklung beider Regionen. Zugleich sei die Strecke eine wichtige Achse nach Osteuropa.
Auch der Görlitzer Landrat Dr. Stephan Meyer sieht in dem Vorhaben einen wichtigen Baustein für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Oberlausitz. Aus seiner Sicht verbessert die Elektrifizierung die Erreichbarkeit der Region, stärkt die Ost-West-Verbindung in Europa und die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Polen.
An der Sitzung in Berlin nahmen neben Staatsministerin Kraushaar unter anderem der Landrat des Landkreises Görlitz Dr. Stephan Meyer, der stellvertretende Botschafter der Republik Polen Jakub Wawrzyniak, die Oberbürgermeister von Görlitz und Bautzen, Octavian Ursu und Karsten Vogt, sowie der Präsident der IHK Dresden, Dr. Andreas Sperl, teil.
Nach Darstellung des Parlamentskreises würde die Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden-Görlitz die Anbindung der Oberlausitz an Dresden verbessern, mehr Güterverkehr auf die Schiene verlagern und die grenzüberschreitende Verbindung nach Polen langfristig stärken.
Foto: Büro Florian Oest
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