Neue Radwege in LDS
Fast 5 Mio. Euro flossen in Wege, Planung und Abstellanlagen
Im Landkreis Dahme-Spreewald ist der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur seit 2021 vorangekommen. Nach Angaben des Landkreises wurden 41,5 km Radwege beplant oder mit Unterstützung des Landkreises gebaut. Grundlage dafür sind das Radverkehrskonzept „LDS 2021“ und Fördermittel aus dem Kreisstrukturfonds.
Für Leser in Dahme-Spreewald ist das vor allem im Alltag relevant: Die Mittel fließen nicht nur in neue Wege, sondern auch in Planungen, Radabstellanlagen und einzelne Sonderprojekte. Ziel ist ein zusammenhängendes Radverkehrsnetz zwischen Ballungsraum, ländlichen Räumen und touristischen Zielen im Landkreis.
Fast 5 Mio. Euro für 20 ProjekteSeit 2022 können Vorhaben nach der Kreisstrukturfondsrichtlinie mit bis zu 80 % der entstehenden Kosten gefördert werden. In den vergangenen Jahren wurden 20 Projekte aus Kommunen im Landkreis mit 28 Förderbescheiden in Höhe von insgesamt 4.934.676,84 € unterstützt.
Gefördert wurden laut Landkreis unter anderem:
- Radabstellanlagen
- Planungsleistungen
- Bauleistungen
- Sonderprojekte zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur
Drei weitere Projekte erhielten insgesamt fünf Zuwendungsbescheide in Höhe von 413.872,40 €. Diese Vorhaben wurden später nicht weiterverfolgt, die Mittel gingen an den Landkreis zurück.
Weitere Bau- und SanierungsmaßnahmenNeben den Projekten aus dem Kreisstrukturfonds wurden seit 2021 nach Angaben des Landkreises fünf Radwegabschnitte in Trägerschaft des Landkreises saniert. Außerdem wurden drei Radwege mit zusammen 27 km grundhaft erneuert oder ausgebaut sowie zwei Brücken gebaut oder saniert.
Genannt werden dabei unter anderem der Brückenneubau zwischen dem Löptener Dreieck und Klein Köris, der Radweg zum Tropical Islands sowie der Neubau des Heideradwegs.
Zusätzlich warb der Landkreis 2020 und 2021 bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg Fördermittel von mehr als 2,5 Mio. € für die Modernisierung touristischer Radrouten ein. Dazu zählen der Dahmeradweg, der Gurkenradweg, der Spreeradweg und der Fürst-Pückler-Weg. Im Jahr 2023 kamen weitere 393.000 € für die Modernisierung der Radwege M3 und M6 hinzu, die über den Landkreis an die Stadt Lübben ausgereicht wurden.
Was als Nächstes geplant istDer Landkreis plant weitere Radwege in eigener Trägerschaft. Genannt werden:
- der Radweg zwischen Mittenwalde und der Grenze zum Landkreis Teltow-Fläming
- die Radvorrangroute zwischen Königs Wusterhausen und dem BER
- der geplante Radweg von Teurow nach Halbe an der Kreisstraße K 6148
Insgesamt werden damit derzeit rund 9 km neue Radwege in Trägerschaft des Landkreises geplant. Bei der Radvorrangroute zwischen Königs Wusterhausen und dem BER soll abhängig von Fördermitteln im Jahr 2027 mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden.
Warum Radwege oft lange brauchenDer Landkreis verweist auf hohe Kosten und lange Verfahren. Nach den Angaben im Text liegen die Kosten für einen Radweg zwischen 600 und 900 € pro laufendem Meter. Außerorts werden im Schnitt 500 € pro Meter genannt.
Hinzu kommen unterschiedliche Zuständigkeiten: In Brandenburg sind je nach Straße Gemeinden, Landkreise oder der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg für Bau und Unterhaltung zuständig. Dazu kommen Planungsaufwand, Grunderwerb, naturschutzrechtliche Vorgaben und Abstimmungen zwischen mehreren Stellen.
Nach Darstellung des Landkreises sind Fortschritte deshalb oft weniger sichtbar, obwohl einzelne Abschnitte, Sanierungen und Planungen das Netz schrittweise erweitern. Der Landkreis beteiligt sich nach eigenen Angaben außerdem an einem Projekt der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen Brandenburg zur Verbesserung von Planungs- und Bauprozessen.
Stadtradeln startet Ende AugustWer sich selbst für den Radverkehr engagieren möchte, kann beim Stadtradeln mitmachen. Im Landkreis Dahme-Spreewald beginnt die Aktion am Samstag, 29.08.2026. Anmeldungen sind bereits möglich.
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