Sagenpfad Bautzen startet
Zehn Stationen führen mit Audio durch die Altstadt.
Bautzen erweitert sein Angebot in der Innenstadt um eine neue Erlebnistour: Der Sagenpfad verbindet Stadtgeschichte, Oberlausitzer Sagen und sorbische Kultur auf einem Rundgang durch die historische Altstadt.
Die Tour ist für Einheimische und Gäste gedacht und kann eigenständig zu Fuß erkundet werden. Begleitende Audioinhalte sind über die SmartGuide-App oder direkt im Browser über Audoria abrufbar. Unter dem Motto „Bautzen sagenhaft erleben“ führt die Route zu Orten, an denen Sagen, Geschichte und Handel zusammenkommen.
Zehn Stationen in der Innenstadt
Der Sagenpfad umfasst zehn Stationen. Er verläuft unter anderem vom Postplatz über Kornmarkt und Hauptmarkt bis zur Alten Wasserkunst und zum Burgwasserturm. Ein Stadtplan soll die Orientierung erleichtern.
An den Stationen informieren künstlerisch gestaltete Bronze-Figuren und Tafeln mit QR-Code über die jeweiligen Geschichten. Zu den Figuren gehören der Riese Sprejnik, Ritter Dutschmann und der Räuberhauptmann Karasek. Die Erzählungen verknüpfen Sagen der Oberlausitz mit der Geschichte Bautzens sowie mit Handel, Handwerk und dem Leben an historischen Handelswegen.
Projekt aus Beteiligungsprozess entstanden
Die Idee für den Sagenpfad entstand 2024 in einem Beteiligungsprozess des Innenstadtmanagements. Danach wurde das Vorhaben gemeinsam von Verwaltung, lokalen Akteuren und Fachpartnern weiterentwickelt. Ziel war es nach Angaben der Stadt, die Innenstadt zu beleben, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und Impulse für Handel, Tourismus und Freizeit zu setzen.
„Der Bautzener Sagenpfad ist ein bedeutender Baustein für die weitere Entwicklung der Innenstadt auch im Hinblick auf den Tourismus“, erklärte Oberbürgermeister Karsten Vogt zur offiziellen Eröffnung.
Auch die Stabsstelle Wirtschaftsförderung sieht im Projekt einen praktischen Nutzen für die Innenstadt. Nach Angaben von Doreen-Charlotte Hantschke soll der Pfad die Verweildauer erhöhen und Besucher dazu anregen, Angebote in der Innenstadt intensiver zu nutzen.
Finanzierung und Partner
Finanziert wurde das Projekt aus mehreren Bausteinen. Dazu gehören 40.000,00 € Preisgeld aus dem Wettbewerb „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“ 2024, 30.000,00 € LEADER-Fördermittel sowie 11.500,00 € aus dem Sorbischen Kommunalprogramm. Hinzu kommen Eigenmittel der Stadt Bautzen.
Gesteuert wurde die Umsetzung von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt Bautzen. Konzeption, Gestaltung und Inhalte entstanden gemeinsam mit Julian Kamphausen vom „Studio für unendliche Möglichkeiten“. Die Figuren fertigte die Kunstguss- und Bildhauerei GEBR Ihle Dresden.
Zu den genannten Partnern zählen das Sorbische Institut mit Dr. Susanne Hose, die Domowina mit Dawid Statnik, Peter Bresan und Katja Ließner sowie das Innenstadtmanagement mit Annett Scholz-Michalowski für das Planungsbüro Schubert im Auftrag der Stadt Bautzen.
Fotos: Stadt Bautzen
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