L.o Redaktion | Stadt Görlitz
AG Historische Städte tagte in Görlitz
Projekte in der Innenstadt West standen zwei Tage im Blick.
In Görlitz hat die Arbeitsgemeinschaft Historische Städte am Donnerstag, 02.07.2026, und Freitag, 03.07.2026, über konkrete Vorhaben für Stadtentwicklung, Infrastruktur und Denkmalschutz beraten. Für die Menschen in der Stadt besonders relevant: Mehrere Projekte in der Innenstadt West und an historischen Standorten wurden vor Ort vorgestellt.
Im Mittelpunkt der Sommersitzung standen laufende Maßnahmen wie die Sanierung der alten Sporthalle an der Cottbusser Straße und der Neubau der 5. Oberschule als Clusterschule. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Weiterentwicklung des ehemaligen Güterbahnhofs. Dort wird ein Teil des historischen Gebäudes zunächst als Interimsspielstätte für das Gerhart-Hauptmann-Theater umgenutzt. Später soll der Bereich dauerhaft als Aula und Sporthalle der Waldorfschule dienen.
Nachnutzung historischer Gebäude
Ein weiteres Beispiel für die Verbindung von Denkmalschutz und neuer Nutzung zeigte sich in der Conrad-Schiedt-Straße. In den denkmalgeschützten Hallen des ehemaligen Waggonbaus entsteht nach Abschluss eines Bebauungsplanverfahrens ein neuer REWE-Markt. Bei einer Baustellenbesichtigung tauschten sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft mit der Bauleitung und Vertretern des Unternehmens über Chancen und Herausforderungen solcher Umnutzungen aus.
Innenstadt West und Verkehrsthemen
Vorgestellt wurden außerdem weitere Vorhaben für die Entwicklung der Görlitzer Innenstadt West. Dazu gehören die Aufwertung des Brautwiesenplatzes und der Spremberger Straße mit Ersatzpflanzungen sowie einer teilweisen Erneuerung der Infrastruktur. Ebenfalls Thema war das Bauprojekt Skatepark an der Weißen Mauer.
Zusätzlich befasste sich die Tagung mit dem Gesamtverkehrskonzept 2035+, der Fusion der Verkehrsverbünde ZVON/VVO und TRANSEURO+.
ViaThea und Landratsamt als Stationen der Tagung
Ein kultureller Programmpunkt war der Besuch des 30. Internationalen Straßentheaterfestivals ViaThea. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft zeigte sich dort, wie historische Stadträume und lebendige Stadtkultur zusammenwirken können.
Die Tagung fand im Landratsamt statt. Zum Abschluss erhielten die Gäste eine Führung durch den Gebäudekomplex. Dabei ging es um die Sanierung und Umnutzung von Wohngebäuden für die Nutzung des Landratsamtes sowie um den Erweiterungsanbau.
Arbeitsgemeinschaft seit 1973
Die Arbeitsgemeinschaft Historische Städte besteht seit 1973 und verbindet sechs historische Städte. Ziel ist es, Denkmalschutz und moderne Anforderungen miteinander zu vereinen. Der regelmäßige Austausch soll helfen, Erfahrungen zu teilen, gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen und die Interessen historischer Städte gegenüber Bund und Ländern zu vertreten.
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