L.o Redaktion | Landkreis Elbe-Elster
Neue Rettungswache für Großthiemig
Der Landkreis Elbe-Elster investierte 1,6 Millionen Euro. Der neue Standort stärkt die Notfallversorgung im Schradenland und ist rund um die Uhr besetzt.
In Großthiemig hat der Landkreis Elbe-Elster am Montag, 24.08.2026, eine neue Rettungswache eröffnet. Der Neubau in der Straße zum Stützpunkt 17 verbessert die Arbeitsbedingungen für die Einsatzkräfte und stärkt die Notfallversorgung im Schradenland.
Landrat Marcel Schmidt und Sebastian Weiss, Werkleiter des Eigenbetriebs Rettungsdienst, übergaben den Standort nach rund 15 Monaten Bauzeit gemeinsam mit Gästen und Vertretern der beteiligten Unternehmen. Der Landkreis plante für den Neubau in den Jahren 2025 und 2026 Investitionen von insgesamt 1,6 Millionen Euro ein.
Rund um die Uhr besetzt
Die Rettungswache nahm mit der Einweihung ihren regulären Betrieb auf. Sie ist ganzjährig an sieben Tagen pro Woche rund um die Uhr besetzt. Im Schichtdienst arbeiten dort jeweils ein Notfallsanitäter und ein Rettungssanitäter. Am Standort ist ein Rettungswagen stationiert.
Die Wache soll dazu beitragen, die gesetzlich festgelegte Hilfsfrist einzuhalten. Danach soll bei mindestens 95 % der relevanten Einsätze innerhalb von 15 Minuten nach Eingang des Notrufes Hilfe am Einsatzort eintreffen. Der Standort versorgt Großthiemig, das Schradenland und angrenzende Gebiete.
„Mit der neuen Rettungswache investieren wir nicht nur in ein Gebäude, sondern vor allem in die Sicherheit der Menschen und in gute Arbeitsbedingungen für diejenigen, die jeden Tag Verantwortung für andere übernehmen“, sagte Landrat Marcel Schmidt bei der Einweihung. Gerade in einem Flächenlandkreis müsse schnelle Hilfe zuverlässig dort ankommen, wo sie gebraucht werde.
Moderne Arbeits- und Hygienebereiche
Der Neubau verfügt über einen Garagenstellplatz für den Rettungswagen, Aufenthalts- und Ruheräume, Sanitärbereiche, einen Desinfektionsraum und ein Büro. Hinzu kommen Lagerflächen für Verbrauchsmaterialien, Medikamente und weitere Einsatzmittel. Damit kann das Fahrzeug fachgerecht für Einsätze vorbereitet und anschließend nachbereitet werden.
Der Neubau ersetzt den bisherigen Standort in der Hauptstraße 31. Dort entsprachen die räumlichen und hygienischen Bedingungen nach Angaben des Landkreises nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Bauarbeiten am neuen Standort hatten am Montag, 17.03.2025, begonnen. Die symbolische Grundsteinlegung folgte am Dienstag, 24.06.2025.
Werkleiter Sebastian Weiss erklärte, eine Rettungswache müsse sowohl den Anforderungen der Notfallversorgung als auch den Bedürfnissen der Mitarbeiter gerecht werden. In Großthiemig könnten sich die Einsatzkräfte unter zeitgemäßen Bedingungen auf ihre Einsätze vorbereiten.
Elfter Neubau seit 2010
Großthiemig ist der elfte neue Rettungswachenstandort, den der Landkreis seit 2010 errichtet hat. Zuvor entstanden Neubauten in Finsterwalde, Uebigau, Doberlug-Kirchhain, Herzberg, Bad Liebenwerda, Schönewalde, Oppelhain, Sonnewalde, Schlieben und Burxdorf.
Im Rettungswachenbereich Elsterwerda/Bad Liebenwerda ist Großthiemig nach Burxdorf und Bad Liebenwerda der dritte Neubau. Mit dem Investitionsprogramm will der Landkreis moderne Arbeitsbedingungen schaffen und die Standorte so im Kreisgebiet verteilen, dass die Bevölkerung auch im ländlichen Raum schnell erreicht werden kann.
Fotos: Pressestelle Kreisverwaltung/Tilo Wanka
Ähnliche Beiträge
Gesellschaft
Kartoffelbrunch in Luckau
Gesellschaft
Neue Kita in Beeskow eröffnet
Gesellschaft
Stolpersteine in Spremberg entwendet
110, 112
Neues Einsatzfahrzeug für Wasserwacht SFB
Tourismus
Herbsttouren starten in Forst
Bildung & Wissenschaft
Lübben erweitert Liuba-Grundschule
Gesellschaft
Wassernixe kehrt in Rosengarten
Verkehr & Infrastruktur
L50 bei Guben wird voll gesperrt
Politik & Kommunales
Sozialdienst in Forst fällt aus
Gesellschaft
Woidke würdigt Tierheim Forst
Gesellschaft
Musikschule prägt Sängerfest 2026
Verkehr & Infrastruktur
Görlitz: Mehr Nachtverkehr zum Fest
Verkehr & Infrastruktur
Busverkehr am Lausitz Park gestört
Natur & Umwelt
Wasserentnahme im Spreewald untersagt
Wirtschaft
Tradition neu denken - Teil 1


