L.o Redaktion | Pressestelle Landkreis Spree-Neiße
Stolpersteine in Spremberg entwendet
Auch in Forst wurden Gedenksteine beschädigt und gestohlen.
Unbekannte haben in Spremberg/Grodk zwei fest einbetonierte Stolpersteine gewaltsam aus einem Gehweg entfernt. Bereits in der vergangenen Woche wurden Stolpersteine in Forst (Lausitz)/Baršć (Łužyca) beschädigt und entwendet. In beiden Fällen ermittelt das Landeskriminalamt.
Spree-Neiße-Landrat Martin Heusler verurteilte die Taten als Angriff auf die historische Erinnerungskultur und die Zivilgesellschaft. Die Gedenksteine erinnerten nicht nur an Namen, sondern auch daran, was Enteignung, Deportation und Vernichtung bedeuteten.
Heusler kündigte an, sich für eine schnelle Wiederverlegung der entwendeten Steine einzusetzen. Zugleich rief er zu Aufklärung, Zivilcourage sowie zum Einsatz gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus auf.
In Forst, Guben und Spremberg erinnern Stolpersteine an Opfer des Nationalsozialismus. Das Projekt wurde 1992 vom Künstler Gunter Demnig ins Leben gerufen. Die kleinen Messingplatten geben den verfolgten Menschen symbolisch ihren Namen und ihren Platz in der Gesellschaft zurück. Im Landkreis Spree-Neiße sind sie ein Teil der regionalen Erinnerungskultur.
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